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Auf Wiedersehen: Trainer Florian Funk (Mi.) verlässt überraschend die Geretsrieder River Rats in Richtung Bad Tölz.

Eishockey

„Passt perfekt zu uns“

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ESC-Vorsitzender Stöber freut sich über Verpflichtung von Ludwig Andrä als neuem Trainer der Geretsrieder River Rats.

Geretsried/Bad Tölz – Auch wenn es die Spatzen schon seit ein paar Wochen von dem nicht mehr vorhandenen Dach des Heinz-Schneider-Eisstadions pfiffen – es dauerte bis zum gestrigen Freitag, ehe Eishockey-Bayernligist ESC Geretsried den Wechsel auf seiner Trainerposition verkündete. Die Überraschung war wohl zu groß, hatte doch Florian Funk seinen Vertrag kurz vor dem Ende der erfolgreichen zweiten Saison in der höchsten bayerischen Spielklasse gleich um satte drei Jahre verlängert.

„Flocko hat uns vor einiger Zeit angesprochen und von dem Angebot des EC Bad Tölz erzählt“, berichtet ESC-Vorsitzender Thomas Stöber. Wie berichtet, soll der 47-Jährige bei seinem Heimatklub als Nachfolger des neuen Löwen-Trainers Rick Boehm das DNL-Team übernehmen und als hauptamtlicher Nachwuchs-Coach arbeiten. „Natürlich waren wir alles andere als glücklich über diesen Wechselwunsch“, sagt Stöber. Letztlich habe man jedoch eine für beide Seiten „akzeptable Einigung“ gefunden, meint der River Rats-Chef in Bezug auf die Verhandlungen mit ECT-Chef Hubert Hörmann, über deren Inhalt sich beide Seiten in Schweigen hüllen.

Dass der Abschied von Funk schmerzt, wird in der Presseerklärung des ESC deutlich. Im ersten schwierigen Jahr nach dem Aufstieg in die Bayernliga machten die Geretsrieder zwei Spieltage vor Schluss den Klassenerhalt perfekt; in der abgelaufenen Saison liebäugelte der Klub lange Zeit sogar mit der Teilnahme an der Oberliga-Verzahnungsrunde, sorgte dann in der Abstiegsrunde früh für klare Verhältnisse. „Flocko kann zufrieden auf seine Zeit bei uns zurückblicken, denn die Mannschaft hat sich deutlich weiterentwickelt“, meint der Vorsitzende.

Herzlich willkommen: Der neue ESC-Coach Ludwig Andrä (li., stehend) war im Nachwuchs des SC Reichersbeuern tätig.

An diesem Punkt soll auch der neue Coach ansetzen, den der ESC nach einer „kurzen, aber sehr intensiven Suche“ (Stöber) gefunden hat – und an dessen Verpflichtung dem Vernehmen nach auch Florian Funk Anteil hatte. Ludwig Andrä heißt der neue Mann an der Bande der River Rats, ist 45 Jahre alt und hat sein Renommee im Eishockey vor allem als langjähriger Aktiver des EC Bad Tölz gesammelt, für den er bis hinauf in die Bundesliga rund 400 Einsätze verbuchte. Zuletzt war er in der Nachwuchsschmiede des SC Reichersbeuern unter anderem als Knabentrainer tätig. „Wir haben uns recht schnell für Luggi entschieden, da er sehr gut zu uns passt“, erklärt Stöber. „Ich kenne ihn persönlich schon seit einigen Jahren, deshalb ist mir die Entscheidung nicht schwergefallen.“

Dass Andrä bislang keine Erfahrungen als Herrentrainer hat, sieht der Klubchef nicht als Problem: „Natürlich ist es die erste Mannschaft, die er im Erwachsenenbereich übernimmt. Aber auch ein Flocko Funk musste diesen Schritt irgendwann erst einmal gehen.“ Andrä sei ein „klasse Typ, und ich bin sehr froh, dass er sich zu diesem Schritt entschlossen hat“. Nicht zuletzt könne der neue Mann auf Unterstützung aus dem Geretsrieder Trainerstab zählen, wo es mit den ehemaligen Profis Christian Ott (1b/U23) und Peter Holdschik (Jugend) Leute mit Know-how gibt. Stöber: „Das sind zwei großartige Trainer, und da passt der Luggi einfach perfekt dazu.“

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