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„Auseinand’ und wieder z’samm“: Beim Volkstanz im Hinterhalt haben die Teilnehmer sichtlich Spaß.

Pipapo-Festival 

Multikulti auf der Tanzfläche

Geretsried – Beim Volkstanz im Hinterhalt drehen sich die Aktiven mal bayerisch, mal griechisch, mal im Western-Stil: Das Pipapo-Festival war ein voller Erfolg.

Lange bitten lässt sich niemand. Schon bei den ersten bayerischen Walzerklängen füllt sich die Tanzfläche. Noch ein paar mehr kommen dazu, als Heini Zapf die Schrittfolge des traditionellen „Hiatamadl“ vormacht: „Außen vor, innen vor, eins-zwoa-drei-vier – ganz einfach.“ Und alle tanzen mit. „Da fühlt sich keiner überfordert“, erklärt der Tanzmeister aus Eurasburg. „Durch das Vormachen, das ständige Wiederholen der Schrittkombinationen und die Ansagen kommt da jeder mit. Auch ohne Vorkenntnisse.“

Schon seit zehn Jahren lädt er alle drei Monate zum Volkstanz in die Geltinger Kulturbühne Hinterhalt ein – an diesem Mittwochabend findet er im Rahmen des PiPaPo-Festivals statt. Seit Beginn der Geretsrieder Kulturreihe ist Zapf mit an Bord: heuer zum fünften Mal und unter dem Motto „Volkstanz hierzulande und von woanders her“.

Der Abend verbindet Kulturen. Neben Dirndln und Krachledernen drehen sich auch die schwarzen bestickten Westen der Geretsrieder griechischen Gemeinde auf der Tanzfläche. Angeführt von Dimitra Stampoli präsentiert die überraschend junge Gruppe Kreistänze zum Zuschauen und Mitmachen. Die Banater Schwaben treten mit Cowboyhüten und in roten T-Shirts auf. Unter der Leitung von Werner Krauss zeigen sie amerikanischen Line-Dance. International gibt sich ebenfalls die Waldramer Tanzlmusi mit den drei Brustmann-Brüdern Sebastian, Benedikt und Tobias, Hannes Bolzmacher und Rupert Gantner. Sie spielen nicht nur Landler und Boarische, sondern auch einen Corrido aus Mexiko und den israelischen Ma Navu.

Tanzmeister Heini Zapf ist in seinem Element. „Auseinand’ und wieder z’samm“ und eine Sternpolka machen ihm genauso viel Spaß wie der Klapptanz, ein „bayerischer Tanz mit Migrationshintergrund“, wie er sagt. „Hacke, Spitze, Hacke, Spitze“, feuert er die Tänzer und Tänzerinnen an. Immer schneller folgen die Schritte aufeinander. Koordinativ und konditionell kommt der eine oder andere irgendwann an seine Grenzen. Der Freude am traditionellen Tanz tut das keinen Abbruch.

Clara Wildenrath

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