Der junge Musiker Pascal Blenke aus Stuttgart.
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Kam beim Streaming-Publikum gut an: Der junge Musiker Pascal Blenke aus Stuttgart.

Festival diesmal online

PiPaPo vom Sofa aus: Kulturverein Isar-Loisach zufrieden mit Verlauf

Obwohl Präsenzveranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie zurzeit nicht erlaubt sind, mussten Freunde der Kultur nicht auf das PiPaPo-Festival (Pinsel, Pauke und Poesie) des Kulturvereins Isar-Loisach (KIL) verzichten. In einem Kraftakt verlagerte der Verein das Programm ins Internet.

Gelting – Diesmal erstreckte sich das Festival über zwei Monate. Zwölf Veranstaltungen gab es, eine wird nachgeholt. „Wir hatten insgesamt 5000 Zugriffe“, berichtet Vize-Vorsitzende Andrea Weber von den Auftritten, die via Live-Stream über die Videoplattform YouTube gezeigt wurden. Da die Mitschnitte weiterhin angeklickt werden, steigt die Zahl noch. „Sehr erfolgreich war Pascal Blenke“, so Weber. Das Konzert des 21-Jährigen aus Stuttgart verfolgten besonders viele Zuschauer.

Im Schnitt seien es pro Veranstaltung 100 Streams während der jeweiligen Auftritte gewesen. „Das wären ausverkaufte Veranstaltungen im Hinterhalt gewesen“, berichtet die Vize-Vorsitzende. Besonders freut sie, dass das Publikum auf dem heimischen Sofa den Zugriffszahlen zufolge auch während der Auftritte bei der Stange geblieben ist. „Die, die das PiPaPo kennen, waren wieder dabei“, schließt Weber daraus.

Seit dem ersten Lockdown überträgt die Kulturbühne Hinterhalt Konzerte und Co. im Internet. Die dazu nötige professionelle Technik ermöglichen Thorsten Thane und Hendrik Noeller. Auf diese Infrastruktur und Erfahrung konnte der KIL für das Festival zurückgreifen. „Die Qualität ist toll“, lobt Weber. Allerdings sei es vor allem bei Kabarett und Lesungen schwierig, vor leeren Zuschauerrängen und nur vor einer Kamera aufzutreten. Daher musste der KIL das geplante Programm den geänderten Bedingungen anpassen.

Feste Eintrittspreise verlangte der Verein nicht für die Live-Streams. Stattdessen wurde um freiwillige Unterstützung per Überweisung gebeten. „Viele haben sehr wohlwollend gespendet, um gerade in diesen Zeiten die Arbeit des KIL und der Künstler zu unterstützen“, sagt Weber. Zudem seien viele bereit, Mitglied zu werden. „Über Jahre waren wir 35 Mitglieder, jetzt sind wir 70“, so die Vize-Vorsitzende. Die Gage der engagierten Künstler könne der Verein dennoch nur dank einer finanziellen Förderung durch die Stadt Geretsried finanzieren. Weber: „Dafür sind wir sehr dankbar.“  

Nachholtermin

Aufgrund von Krankheit musste das magische Theater „Liliath“ Ende Dezember kurzfristig abgesagt werden. Die Show wird am Freitag, 22. Januar, nachgeholt. Der Livestream startet um 20 Uhr, weitere Infos im Internet auf www.hinterhalt.de

sw

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