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Mobil mit Handycap: In diesem Kurs lernten die Schüler, wie man mit einem Rollstuhl Hindernisse überwindet.

In zwei Tagen eine Menge gelernt

Projekttage an der Mittelschule: 100 Schüler dabei

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Geretsried –Bereits zum sechsten Mal hat der Trägerverein an der Mittelschule zwei Projekttage für die Ganztagesklassen organisiert. In einer Abschlussveranstaltung präsentierten die knapp 100 Schüler das Erlernte.

„Auf diesen Tag habe ich mich richtig gefreut“, sagte Rudi Mühlhans, Geschäftsführer des Trägervereins Jugend- und Sozialarbeit Geretsried. Bereits zum sechsten Mal hatte der Verein an der Mittelschule zwei Projekttage für die Ganztagesklassen organisiert. In einer Abschlussveranstaltung präsentierten die knapp 100 Schüler das Erlernte.

Fünf Gruppen standen zur Auswahl, vom orientalischen Tanz über Basketball bis hin zum Zeichnen von Mangas. Mit von der Partie war auch der Behindertenbeauftragte des Landkreises, Ralph Seifert. Er versuchte in dem Kurs „Mobil mit Handycap“, den Jugendlichen die Scheu im Umgang mit Menschen mit Behinderung zu nehmen. „Wir haben gelernt, wie man einen Rollstuhl beispielsweise über Treppen oder Bordsteinkanten bewegt“, berichtete Seifert. „Alles Situationen, wie sie im Alltag vorkommen.“ Ein Nebeneffekt seines Kurses: „Durch den Perspektivwechsel wird zum einen Verantwortung übernommen, zum anderen auch verstanden, dass ein Rollstuhlfahrer richtig Angst vorm Umfallen oder Kippen bekommen kann.“

Der Behindertenbeauftragte bedauert, dass nicht mehr Schulen dieses Angebot wahrnehmen. „Ich bin bis dato vielleicht drei- bis viermal im Jahr unterwegs, und das bei der Menge an Schulen im Landkreis. Allein wenn man den demografischen Wandel anschaut – es wird immer mehr alte Leute geben, die auf den Rollstuhl angewiesen sind. Und da ist es toll, wenn man kompetent hinlangen kann.“ Natürlich kam in dem Kurs auch der Spaß nicht zu kurz. Seifert: „Wir haben Rollstuhl-Basketball gespielt. Da gab es Situationen und Karambolagen wie beim Autoscooterfahren.“

Großen Zulauf hatte die Hip-Hop-Gruppe unter Leitung von Solomon Solgit und Johanna Gebretsadik. Für ihre akrobatischen Einlagen am Ende der Veranstaltung gab es laute „Zugabe“-Rufe. „Ich sag’ es ja“, meinte einer der Tänzer. „Alle anderen waren auch gut. Aber das Beste kommt eben immer zum Schluss."

sh

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