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Ein Herz für Geretsried: Sandra Mader (27) ist seit Kurzem für „Integration aktiv“ sowie im Quatiersmanagement in Stein und am Johannisplatz im Einsatz. 

Quartiersmanagement

Für das Soziale in der Stadt

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In Geretsried wurde das Quartiersmanagement aufgewertet: Seit Kurzem sind vier Köpfe vor Ort im Einsatz. Die Zuständigen wollen die Bürger einbinden und Leben in die Stadtteile bringen.

Geretsried – In der Stadt gibt es ein neues Gesicht – zumindest jetzt ganz offiziell: Sandra Mader (27) unterstützt seit Kurzem den Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit. Sie ist für „Integration aktiv“ im Einsatz, arbeitet aber auch für das Quartiersmanagement in Stein und am Johannisplatz, wie Vereins-Geschäftsführer Rudi Mühlhans am Mittwoch erklärte.

Das Quartiersmanagement, das der Trägerverein im Auftrag der Stadt leistet, wurde aufgewertet. Bisher hat sich Christian Lotz in 15 Wochenstunden darum gekümmert. „Bei einer Evaluierung haben wir festgestellt, dass Besserungsbedarf besteht“, sagte Mühlhans. Das Quartiersmanagement wurde auf 59 Wochenstunden aufgestockt, die auf vier Köpfe verteilt sind. Neben Mader, Mühlhans und Lotz kümmert sich Dagmara Sosnowska darum.

Sandra Mader, die ursprünglich vom Chiemsee stammt, kennt sich in Geretsried schon aus. Die 27-Jährige kam über ihr Studium (Kulturwissenschaft und Geografie) zum Verein und begleitete vergangenes Jahr das Programm „Actors of Urban Change“. In ihrer Masterarbeit beschäftigte sie sich eingehend mit Geretsried.

„Ich habe mir die Zielgruppen quartiersbezogener Stadtpolitik am Beispiel Geretsried-Stein angeschaut“, erklärte sie. Das Ergebnis: Der Blick sollte nicht auf Zielgruppen fixiert sein, sondern auf die übergeordnete Handlungspraxis, so wie es in Geretsried bereits der Fall ist. „Sonst verstärkt man die Trennlinie der Gruppe, obwohl man sie auflösen will.“

Das Quartiersmanagement ist Teil des Programms „Soziale Stadt“. Der Neue Platz, Johannisplatz und Stadtteil Stein wurden und werden im Zuge dessen baulich aufgewertet. Weil es aber damit nicht getan ist, gibt es das Quartiersmanagement, das die Gebiete im Blick behält. „Jetzt geht es darum, dass die Bürger wieder mehr miteinander zu tun haben“, sagte Lotz. Wie das konkret aussehen wird, wollen die Quartiersmanager mit den Bürgern gemeinsam erarbeiten.

All das ist ein Prozess. Die Verantwortlichen kommen immer wieder zusammen, um zu schauen, wo es noch Potenzial gibt. Am Neuen Platz zum Beispiel. Hier ist die bauliche Maßnahme eigentlich abgeschlossen. Er soll bald aber auch sehbehindertengerecht aufgerüstet werden. sw

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