Stolze Preisträger: (v. li.) Vize-Schulleiterin Christine Venus-Michel, Schülerin Elina Aruqi und Hans-Georg Lambertz von der Bundeszentrale für politische Bildung.
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Stolze Preisträger: (v. li.) Vize-Schulleiterin Christine Venus-Michel, Schülerin Elina Aruqi und Hans-Georg Lambertz von der Bundeszentrale für politische Bildung.

Ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung

Realschüler gewinnen Hauptpreis beim Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung

  • Doris Schmid
    vonDoris Schmid
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Groß war die Überraschung vor ein paar Tagen an der Geretsrieder Realschule: Die Ethikklasse 10 hat beim Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) einen Hauptpreis gewonnen.

Geretsried - Die gute Nachricht samt Urkunde und Preisgeld überbrachte den Schülern der Leiter des Wettbewerbs, Hans-Georg Lambertz, höchst persönlich.

Laut Mitteilung veranstaltete die BPB den Wettbewerb, bei dem alle deutschsprachigen Schulen der Welt die Chance haben, ein kreatives Projekt einzureichen, bereits zum 50. Mal. Bis Mitte Januar erreichten den Ausrichter um die 1500 Beiträge, von denen 350 mit einem Preis ausgezeichnet wurden.

Bereits zweite Teilnahme

Die Ethikklasse 10 nahm bereits zum zweiten Mal an dem Wettbewerb teil. Sie entschied sich zu Beginn der Projektphase Mitte September 2020, das offene Thema „Politik brandaktuell“ zu bearbeiten. Die Schüler wollten sich mit der „Black Lives Matter“-Bewegung in den USA beschäftigen, die sich gegen Gewalt gegen Schwarze einsetzt. In den folgenden acht Wochen bearbeitete die Klasse das Thema intensiv. Entstanden ist eine Wandzeitung, die nicht nur die „Black Lives Matter“-Bewegung mit ihren Forderungen beleuchtet, sondern die auch auf die Gegenspieler eingeht. Besonders beeindruckt hat die Jury auch der gelungene Transfer auf die deutsche Realität, der zeigt, dass Rassismus ein internationales Phänomen ist.

Viel gelernt aus dem Projekt

„Wir haben aus diesem Projekt gelernt, dass es nicht einfach ist, Rassismus zu erkennen, da er sich oft so tief in die Köpfe der Menschen und in das System verankert hat. Dass die Herkunft einer Person eine Einschränkung ist, finden wir bedrückend,“, erklärt eine Schülerin. „Wir wissen, dass es Diskriminierung und Rassismus gibt. Aber dass es in den USA möglich ist, als Polizist einen Menschen auf offener Straße umzubringen, ohne dafür dann vor Gericht zu kommen, ist ein sehr befremdliches Gefühl.“

Der unter Einhaltung aller pandemiebedingten Sicherheitsvorkehrungen durchgeführte persönliche Besuch des Leiters des Schülerwettbewerbs „ist gerade in diesem Jahr ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung der Arbeit von Schülerinnen und Schülern“, heißt es in der Mitteilung. „Besonders, da die Pandemie die Lernenden und Lehrenden immer wieder vor neue Herausforderungen stellt, sind diese positiven Erfahrungen von immensem Wert.“

Ein Teil des Gewinns soll gespendet werden

In den nächsten Wochen werden sich die Schüler überlegen, was sie mit ihrem Hauptgewinn in Höhe von 2000 Euro machen. Zu Beginn der Projektphase wurde allerdings bereits abgemacht, dass ein Teil des möglichen Gewinns gespendet werden soll.

Die Ethikklasse 10 besteht aus den Schülerinnen und Schülern Klara Bytyqi, Tom Sporer, Marvin Zander, Gina Busse, Anna Petri, Adam Tobbal, Vanessa Weber, Elizabeta Argyo, Elina Aruqi, Catalin Chis, Jana Petrovski, Lisa Schwurack, Mona Wassmuth, Mariya Panchenko und Alexia Zormpas. Lehrkraft ist Helena Ketikides.

nej

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