Regierungsbildung in Italien gescheitert: Conte verzichtet auf Amt

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Stellten das Pop-up-Store-Projekt vor: (v. li.) Der Wirtschaftsförderer des Landkreises, Andreas Roß, die Wirtschaftsförderin der Stadt, Annette Hilpert, Initiatorin Dorien Meima-Schmid und Bürgermeister Michael Müller.

Regionaler Raum für kreative Köpfe

Pop-Up-Store eröffnet an Geretsrieder Egerlandstraße

In Geretsried eröffnet der erste Pop-up-Store. Dorien Meima-Schmid hat an der Egerlandstraße 50 einen leer stehenden Laden gemietet, in dem Kreative und Produktpioniere aus Stadt und Umgebung vorübergehend ihre Waren verkaufen können.

Geretsried – Das englische „to pop up“ bedeutet „plötzlich auftauchen“. Vom 16. November bis 15. Dezember sollen das mehrere kreative Köpfe im früheren Bekleidungsgeschäft von Gunter Siegmund (Siegmund-Moden) tun. In dieser Zeit vermietet der Geretsrieder seinen seit eineinhalb Jahren leer stehenden, rund 70 Quadratmeter großen Laden an die in München lebende, gebürtige Niederländerin Dorien Meima-Schmid.

Regionale Produkte bekannter machen

Die Inhaberin des Unternehmens „startups and more“ hat bereits in Miesbach Erfahrung mit einem Pop-up-Store gesammelt. Dort haben Anfang des Jahres 13 ganz unterschiedliche Jungunternehmer, so genannte Start-ups, ihre Waren angeboten – von selbst gebrautem Craft Bier über frisch gebackenen Flammkuchen und Fair-Trade-Schokolade bis zu Babykleidung.

Viele Unternehmensgründer würden bislang nur über das Internet verkaufen, weil sie sich eine Ladenmiete nicht leisten könnten und auch nicht die Zeit hätten, den ganzen Tag im Geschäft zu stehen, sagt Meima-Schmid. Eine erste Partnerin für den Store an der Egerlandstraße, der donnerstags bis samstags von 10 bis 20 Uhr geöffnet haben soll, hat sie bereits gefunden. Die Geretsriederin Friederike Krüger wird ihre aus alten Lederhosen und Bällen genähten Taschen feilbieten – originelle Unikate, die sie in ihrer Werkstatt unter dem Label „aufgemöbelt“ fertigt. Dafür bezahlt Krüger einmalig 100 Euro, muss beim Aufbau helfen und mindestens einen Tag lang vor Ort sein. Die Innenarchitektin, die ihre Produkte ansonsten online und auf Weihnachtsmärkten vertreibt, freut sich auf das Experiment. Zusammen mit Gleichgesinnten unter einem Dach mache der Verkauf sicher Spaß, glaubt sie.

Produktpioniere gesucht

„Wir suchen noch weitere Produktpioniere“, erklärt Meima-Schmid. Ein Möbelmacher, der die Ausstellungstische zur Verfügung stellt und am Ende verkauft sowie ein Licht-Designer würden der Münchnerin gefallen. Ihr Projekt wird unterstützt von der Stadt und vom Verein Wirtschaftsforum Oberland.

Bürgermeister Michael Müller sagte bei einem Pressegespräch am Freitag, jede Form von Belebung der Innenstadt sei willkommen. Deshalb unterstütze die Stadt die Initiatorin bei der Ladenmiete. Ebenso übernimmt das Wirtschaftsforum einen Teil davon. Andreas Roß, Wirtschaftsförderer des Landkreises, sagte, er begrüße es, wenn die Kreativwirtschaft im Landkreis gestärkt werde. „Wir wollen diese Branche sichtbar machen. Wenn die Region wüsste, was es alles in der Region gibt, würde manches Konzept auch regional funktionieren“, sagt Roß.

Info

Wer sich mit einer eigenen Ecke am Pop-up-Store beteiligen möchte, wendet sich an Dorien Meima-Schmid unter info@startupsandmore.de.

Tanja Lühr

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