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Viel vorgenommen hat sich die Stadt Geretsried, darunter die Sanierung der Mittelschule, die Einhausung des Eisstadions, der Bau des Hallenbads, die Ertüchtigung der Leitenstraße in Gelting und die Umgestaltung des Zentrums.

Pläne für die nächsten vier Jahre 

Rekordsumme: Geretsried investiert 55,7 Millionen

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Die größte Stadt im Landkreis hat große Pläne. Bis 2021 will Geretsried die Rekordsumme von 55,7 Millionen Euro investieren – und das ohne Neuverschuldung.

Geretsried Hallenbad, Eisstadion, neues Zentrum und Schulen: Die Stadt Geretsried steht vor gewaltigen Aufgaben. Das schlägt sich im Haushaltsplan nieder, den Helge Balbiani-Antony, stellvertretender Geschäftsleiter, am Donnerstag dem Haupt- und Finanzausschuss im Entwurf vorgestellt hat. Demnach hat sich die größte Stadt im Landkreis eine Rekordinvestition in Höhe von 55,7 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren vorgenommen. „Das ist schon eine Hausnummer“, sagte CSU-Bürgermeister Michael Müller. Man wolle die großen Aufgaben gerne angehen, um die Lebensqualität der Bürger zu verbessern und den Standort Geretsried zu stärken. „Wir können hoffnungsvoll in die Zukunft blicken“, so Müller.

Dauerthemen werden umgesetzt

Über das interkommunalen Hallenbad ist lange gesprochen worden. Nun wird das Projekt angegangen – im Februar ist die Rodung des Waldstücks am Schulzentrum geplant, wo der Neubau entstehen soll. Wie berichtet wird das Bad teurer als zunächst angenommen. Mit 15,4 Millionen Euro schlägt es sich im Haushaltsplan nieder. Geretsried muss am Ende voraussichtlich 9,4 Millionen Euro davon stemmen. Den Rest teilen sich die Partnerkommunen und der Landkreis. Ein Teil wird vom Freistaat gefördert.

Ein weiteres Dauerthema: Die Überdachung des Heinz-Schneider-Eisstadions wird die Stadt in den nächsten drei Jahren finanziell beschäftigen. 400 000 Euro Planungskosten sind laut Balbiani für heuer eingestellt. Insgesamt kostet die Einhausung, die im Sommer 2019 abgeschlossen sein soll, rund sechs Millionen Euro. Das dritte große Projekt spielt sich direkt im Zentrum ab: Die Umgestaltung zur „Neuen Mitte“ hat bereits begonnen. Derzeit ist der Karl-Lederer-Platz gesperrt, weil die Tiefgarage gebaut wird. Einplanen muss die Stadt daher verschiedene Posten, etwa zur Wiederherstellung des Platzes und um das Rathaus an die Tiefgarage anzubinden.

Schulden sollen trotz Rekordinvestition abgebaut werden

Die Erweiterung der Leitenstraße im Gewerbegebiet Gelting, der Bau der Radwegunterführung an der Tattenkofener Straße und das geplante Bürgerhaus in Stein sind weitere Posten im Haushalt. Auch in ihre Schulgebäude will die Stadt investieren.

Wie finanziert Geretsried diese Ausgaben von insgesamt 55,7 Millionen Euro? „Der Löwenanteil kommt aus den Einnahmen unserer Investitionstätigkeit“, so Balbiani. Er hat innerhalb der vier Jahre nur eine einzige Kreditaufnahme eingeplant: vier Millionen Euro im Jahr 2019, wenn die Stadt den größten Anteil für Eisstadion und Hallenbad zahlen muss. Insgesamt könne man bis 2021 aber weiter Schulden abbauen und beraube sich dennoch nicht sämtlicher finanzieller Reservienl. „Wir sehen, wie wichtig das sparsame Haushalten in den vergangenen Jahren war.“ Seine Rechnung sei aber mit einem hohen Einnahmerisiko verbunden, gestand Balbiani. „Wir rechnen jedes Jahr mit Zuwächsen bei der Gewerbe- und Einkommenssteuer.“ 

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