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Das Figurenensemble auf dem Neuen Platz ist kaputt, Teile des Steins sind bei der Einlagerung förmlich zerbröselt. 

„Man kann was Kaputtes nicht einfach stehen lassen“

Rettung für die „Steinerne Familie“

Die schlechte Nachricht: Das Figurenensemble „Steinerne Familie“ am Neuen Platz ist bei der Einlagerung beschädigt worden. Die gute Nachricht: Es soll nach Willen des Ausschusses restauriert werden.

Geretsried – Die beiden von dem sudetendeutschen Bildhauer Wilhelm Srb-Schloßbauer angefertigten Ensembles sind wahrscheinlich die bekanntesten Wahrzeichen von Geretsried. Doch während die Brunnenfiguren am Karl-Lederer-Platz erst vor Kurzem von dem Geretsrieder Steinmetz Niklas Neubauer teilweise aufwändig restauriert wurden (wir berichteten), nagt an der Formation am Neuen Platz der Zahn der Zeit. Nun entschloss sich der Ausschuss für Jugend, Senioren, Soziales, Kultur und Sport (Jusskus) für eine Restaurierung.

Anita Zwicknagl vom Kulturamt berichtete den Gremiumsmitgliedern, dass die Brunnenfiguren „Schaffende Familie“ beziehungsweise „Steinerne Familie“ im Zuge der Sanierungsarbeiten am Neuen Platz zunächst abgebaut und eingelagert wurden. Nach der Wiedereröffnung des umgestalteten Areals wurden die Steinfiguren an anderer Stelle wieder aufgestellt. „Leider war altersbedingt ein Teil einer Figur nicht mehr zu retten, der Stein war förmlich zerbröselt“, stellte Zicknagl mit Bedauern fest. Sie stellte in der Sitzung drei Vorgehensweisen zur Diskussion. Die erste Variante sieht einen Nachbau beziehungsweise eine Rekonstruktion der beschädigten Figur vor. Alternativ könnte das Fragment als „Zeitzeugnis“ belassen oder als Kontrapunkt eine moderne Figur aufgestellt werden.

Letztere Optionen lehnte das Gremium einstimmig ab. „Die Figuren gehören einfach zu Geretsried, da kommt nur eine Rekonstruktion infrage“, erklärte CSU-Stadträtin Sabine Lorenz. Volker Witte (Bündnis 90/Grüne) und Vera Kraus (Freie Wähler) gaben ihrer Kollegin recht. „Man kann was Kaputtes nicht einfach stehen lassen“, sagte Kraus. Das Gremium beantragte die Verwaltung deshalb nach kurzer Debatte, die Kosten für eine fehlende Rekonstruktion der fehlenden Figurenelemente zur ermitteln und dann eine endgültige Entscheidung zu treffen. Peter Herrmann 

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