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Eine Zweisatz-Niederlage kassierte das erste Geretsrieder Herrendoppel Samuel Gnalian (li.) und Jiri Louda gegen die Männer-Paarung des BSV Eggenstein-Leopoldshafen.

Badminton

Fremde Halle, anderer Boden: TuS büßt den ersten Zähler ein

Regionalligist Geretsried kommt am ersten Heimspiel-Wochenende gegen Eggenstein nicht über ein 4:4 hinaus, gewinnt jedoch tags darauf gegen Neusatz mit 6:2.

VON UWE ECKHOFF

GeretsriedDie Heimspielpremiere schien für die ersten Badminton-Mannschaft des TuS Geretsried zugleich zur Heimpleite zu werden. Denn ungewohnt schwach starteten die Hausherren gegen den BSV Eggenstein-Leopoldhafen, der erstmals mit seinen beiden Estländern antrat. Zudem spielten die Federballer in der Gymnasiumshalle auf normalem Boden, statt in der Mittelschule auf Matten. „Aber das war nicht der Grund, dass wir schnell 2:4 in Rückstand lagen“, stellt Noah Gnalian klar. „Eggenstein war ein sehr starker Gegner, und bis auf Jiri Louda und Julia Bitsoukova fehlte uns der gute Laufrhythmus.“ In der Endabrechnung reichte es schließlich doch noch zu einem versöhnlichen 4:4-Remis.

Nachdem beide Herrendoppel in zwei Sätzen abgegeben wurden, punktete das Damendoppel Michelle Deschle/Julia Bitsoukova mit 21:12, 21:12. Bitsoukova legte einen Zweisatzsieg in ihrem Einzel nach. Dann spielte Philip Bußler im dritten Einzel gegen den Esten Mihkel Laanes. „Selbst an Tagen, an denen meine ungenauen Schläge mein Standard waren, hätte es fast noch gereicht“, ordnete Bußler die Niederlage (20:22, 16:12) als nicht schwerwiegend ein. Noah Gnalian ärgerte sich indessen über seine Niederlage (19:21, 14:21) im ersten Herreneinzel: „Der war gut, aber ich hätte besser spielen können.“ Jiri Louda (21:12, 21:12) erreichte im zweiten Einzel seine Normalform und brachte den TuS auf 3:4 heran. Anschließend kam in der Halle noch richtig Freude auf, denn das Mixed Samu Gnalian/Michelle Deschle siegte in zwei Sätzen (21:19, 21:14) und rettete damit das 4:4-Unentschieden.

Am Sonntag traten die Geretsrieder wesentlich dynamischer und aggressiver auf. Nur das Damendoppel (21:15, 22:20) und das Mixed (21:11, 13:21, 21:17) von den BSpfr. Neusatz punkteten gegen Geretsried. „Bei den Herren hätte schon viel schief laufen müssen, wenn wir da ein Spiel verloren hätten“, äußerte sich Simi Pal nach dem Zweisatzerfolg mit Noah Gnalian im zweiten Herrendoppel. Alle Herreneinzel und -doppel waren gewonnen worden, sodass die Geretsrieder einen ungefährdeten 6:2-Sieg verbuchen konnten, nachdem Julia Bitsoukova im Dameneinzel ein Überraschungserfolg gelungen war. Fast jeder ihrer geraden Drops kam überragend kurz. Wenn Mette Stahlberg, die Favoritin aus Neusatz, dann doch an einen dieser Drop-Bälle heran kam. folgte ein cross-geschnittener Drop.

„Wir sind nun Tabellenzweiter einen Punkt hinter Dillingen, aber wir haben mit Teamgeist ein Unentschieden geholt“, bilanzierte Sascha Gnalian den doppelten Heimspieltag.

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