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Das große Becken: Ab dem Schuljahr 2020/21 können Schwimmer dort ihre Bahnen ziehen.

Rundgang

Riesenbaustelle Hallenbad: Das erwartet die Badegäste zur Eröffnung 2020/21

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Beim Rundgang über die Baustelle wird klar, welche Ausmaße das neue interkommunale Schwimmbad in Geretsried haben wird.

Geretsried – Bumm, bumm, bumm hallen Hammerschläge über die riesige Baustelle an der Adalbert-Stifter-Straße. Es ist nicht zu überhören, dass neben der Musikschule gebaut wird. Seit vergangenen September wird dort das interkommunale Hallenbad errichtet. Wie weit die Bauarbeiten sind, hat sich unsere Zeitung bei einem Rundgang mit Stadtarchitekt Christian Müller zeigen lassen.

Die Besichtigung beginnt im zukünftigen Eingangsbereich des barrierefreien Schul- und Sportschwimmbads, der an der Stifter-Straße liegen wird. „Hier geht’s rein“, sagt Müller laut, während im Hintergrund eine Kreissäge kreischt. „In diesem Bereich wird einmal der Tresen mit Kasse und Sitzgruppe stehen.“ Wer kommt, könne durch ein Glaselement einen Blick in die große Badehalle werfen. Nach dem Bezahlen geht’s nach rechts in den „Stiefelgang“. Dort ziehen die Schwimmbadbesucher ihre Schuhe aus, bevor sie die Umkleiden betreten. Die Spinde sollen mit einem Systemschloss gesichert werden. Anschließend geht es „mit Badehose und Handtuch unterm Arm“ über den Barfußgang in die Duschen und weiter ins Bad.

Dann steht man in der großen Badehalle an der Längsseite des 25 Meter langem Beckens mit den Startblöcken, die für Wettkämpfe notwendig sind. 2,20 Meter ist das Becken tief. Ein Drittel des Bodens lasse sich wie im alten Hallenbad absenken. „Wenn der Hubboden ganz oben ist, geht er ziemlich nah an die Wasseroberfläche heran“, sagt der Stadtarchitekt. Neben dem Sanitärbereich gibt es einen Raum, in dem die Liegen für die Badegäste gelagert werden.

Becken sind aus Edelstahl

Für Senioren werde es einen seitlichen Einstieg über eine Edelstahltreppe geben. „Auch die Becken sind aus Edelstahl, das wollte der Arbeitskreis so“, erklärt Müller. Nur das Planschblecken werde gefliest. Am hinteren Ende des Beckens werde zudem ein Lift installiert, um auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen das Schwimmen zu ermöglichen.

Das Erdgeschoss wächst: Die Bauarbeiter stellen Schalungen auf, damit anschließend die Wände betoniert werden können.

Derzeit werden auf dem großen Betonboden Stahlstäbe und -gitter gelagert, die noch für die Wände gebraucht werden. Aber die Dimensionen lassen sich schon erahnen. „Es wird groß“, sagt Müller. Das spiegelt sich auch in den Kosten wider. Die werden irgendwo zwischen 16,5 und 17 Millionen Euro liegen.

An das große Schwimmbecken schließt sich das kleinere 3,40 Meter tiefe Springerbecken an. „Dort gibt es einen Sprungturm mit einem Ein-Meter-Brett, einem Drei-Meter-Brett und einer Plattform in drei Metern Höhe.“ Über einen Durchgang, in dem ein Sanitätsraum und der Schwimmmeisterraum vorgesehen sind, geht es weiter in die kleine Badehalle. „Von dieser zentralen Stelle aus hat der Schwimmmeister alle Bereiche im Blick“, sagt Müller. „Das ist ziemlich sinnvoll.“

Die kleine Halle liegt am Ende des Gebäudes. Dort befindet sich das maximal 1,40 Meter tiefe Lehrschwimmbecken für erste Schwimmversuche und Wassergymnastik. „Die Wassertemperatur wird dort etwa 32 Grad betragen. Und es wird fünf Sprudelliegen geben“, sagt der Rathausmitarbeiter. Rechts neben dem Lehrschwimmbecken ist bereits das Planschbecken für die Kleinsten erkennbar. Es soll eine „Elefantenrutsche“ bekommen. Daneben ist außerdem ein Raum für Kindergeburtstage geplant.

Nach der kleinen Halle endet das Gebäude. Ursprünglich war im Anschluss eine Sauna vorgesehen. Aber der Stadtrat hatte es wie berichtet abgelehnt, eine Sauna mit zu integrieren.

Blick ins Grüne

Von allen drei Becken im Schwimmbad haben die Besucher einen Blick ins Grüne. Denn die Gebäudeseite nach Süd-Osten wird bis auf eine Höhe von sechs bis sieben Metern fast komplett verglast. Wer nach dem Sprung ins kühle Nass ein Sonnenbad nehmen möchte, kann das auf der etwa 3000 Quadratmeter großen, eingezäunten Liegewiese tun. Von beiden Badehallen aus wird es einen Zugang ins Freie geben, kündigt Müller an. Baumgruppen sollen Schatten spenden. Mit Getränken und Schokoriegeln verpflegen können sich die Besucher über zwei Automaten, die in der Eingangshalle aufgestellt werden sollen. 

Lesen Sie auch: Der Grundstein fürs interkommunale Hallenbad ist gelegt

Kurz bevor man in selbiger wieder steht, kommt man an den Funktionsbereichen für die Angestellten der Schwimmbadmitarbeiter vorbei. Dort befindet sich ein Schacht, über den die notwendigen Chemikalien wie beispielsweise Chlor ins Kellergeschoss herabgelassen werden können. Ebenfalls ins Untergeschoss wandert die umfangreiche Bädertechnik mit ihren diversen Filteranlagen. „Für die Wassertechnik haben wir einen Fachplaner engagiert“, sagt der Stadtarchitekt. Die Firma aus Baden-Baden betreibe selbst an die sechs Erlebnisbäder und ein Ingenieurbüro. Im Obergeschoss des Gebäudes wird die Lüftungstechnik installiert.

Richtfest im Herbst

Dort, wo Stahlstäbe herausragen, werden noch Wände gesetzt. „Es wird alles betoniert, weil da die Dachbinder aufliegen.“ Etwa Mitte Juni soll der Rohbau fertig sein. „Dann kann der Stahlbauer das Dach aufstellen“, kündigt der Stadtarchitekt an. Ende September will die Stadt Richtfest feiern. Vor dem Winter soll das Hallenbad komplett geschlossen sein, damit die Handwerker mit dem Innenausbau beginnen können. Im März steht mit der ersten Beckenfüllung die Bewährungsprobe an. Dann stellt sich heraus, ob die Stahlbecken auch wirklich dicht sind.

nej

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