Scheibenverluste in der Vorwärtsbewegung waren unter anderem ausschlaggebend für die jüngste Niederlage der River Rats um Josef Reiter (Mi.) in Peißenberg. Am Freitag absolviert der ESC den nächsten Test in Pfaffenhofen.
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Scheibenverluste in der Vorwärtsbewegung waren unter anderem ausschlaggebend für die jüngste Niederlage der River Rats um Josef Reiter (Mi.) in Peißenberg. Am Freitag absolviert der ESC den nächsten Test in Pfaffenhofen.

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River Rats haben Sehnsucht nach ihrem „Wohnzimmer“

  • Thomas Wenzel
    vonThomas Wenzel
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Wegen eines Defekts in der Lüftungsanlage muss das Geretsrieder Eishockeyteam weiterhin auswärts trainieren. Am Freitag bestreitet der ESC ein weiteres Vorbereitungsspiel beim Bayernliga-Konkurrenten EC Pfaffenhofen.

Geretsried – Seit Anfang September trainieren die Geretsrieder River Rats auf Eis. Allerdings nicht im Heinz-Schneider-Eisstadion, denn dort dauern die Bauarbeiten noch an. Zwar müssen die Eishockeycracks nicht mehr wie in der Vorsaison nach Mittenwald fahren, aber Einheiten um 21 Uhr in Bad Tölz sind auch keine erfreuliche Alternative. Noch dazu, wenn auch aus Kostengründen nur zwei Termine pro Woche gebucht werden. „Ja, die Situation ist unbefriedigend“, räumt Rudi Sternkopf ein. Viel mehr als die fehlenden Eiszeiten vermisst der ESC-Trainer allerdings etwas anders: „Als Eishockeyspieler brauchst du dein eigenes Stadion, deine eigene Umkleidekabine. Das ist wie ein zweites Wohnzimmer, wo man auch vor und nach dem Training oder Spiel mit den Teamkollegen zusammen ist.“ Die Hoffnung des Ex-Profis, mit seinen Schützlingen ab Mittwoch in Geretsried trainieren zu können, hat ein Defekt in der Lüftungsanlage zunichte gemacht. Ein Manko, mit dem das Bayernliga-Team auch in seinem dritten Vorbereitungsspiel zurecht kommen muss, das an diesem Freitag um 20 Uhr beim EC Pfaffenhofen stattfindet.

Die jüngsten Duelle zwischen River Rats und Ice-Hogs verliefen sehr eng. In der Bayernliga-Abstiegsrunde gewann der ESC in Pfaffenhofen mit 7:6 und behielt daheim mit dem gleichen Ergebnis die Oberhand. Während der Klub seinen kanadischen Abwehrchef Jake Fardoe und Topscorer Nick Endress behielt, gab es im Kader einige Rotationen. Neu sind Torhüterin Franziska Albl (EV Pfronten) und Verteidiger Liam Hätinen (EC Peiting) sowie die Stürmer Wasilij Guft-Sokorov (SC Riessersee/U20) und Pat Martens (EKU Mannheim), der als Kanadier die zweite Kontingentstelle beim ECP einnimmt. „Das muss kein Vorteil sein, wenn sich so viele Änderungen im Team ergeben“, meint Rudi Sternkopf.

Der 53-Jährige hat als Ziel ausgegeben: „Wir wollen die Fehler abstellen, die wir in Peißenberg gemacht haben.“ Bei der jüngsten 4:6-Niederlage habe sein Team oft leichtsinnig im eigenen Drittel agiert. „Wenn du dann in der Vorwärtsbewegung den Puck verlierst, ist das tödlich“, warnt der ESC-Coach. Ausschlaggebend für die Gegentore nach der anfangs erfreulichen 3:0-Führung sei auch der Fitnesszustand der River Rats gewesen: „Peißenberg ist zum Ende immer stärker geworden“, räumt Sternkopf ein. Doch die River Rats werden wohl erst dann voll bei Kräften sein, wenn sie wieder regelmäßig und im eigenen Stadion trainieren können.

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