Nach acht Spieltagen ist Schluss: Der Bayerische Eissportverband hat beschlossen, die aktuelle Bayernliga-Saison abzubrechen. Auch die Geretsrieder River Rats um Kapitän Martin Köhler (re.) sind davon betroffen.
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Nach acht Spieltagen ist Schluss: Der Bayerische Eissportverband hat beschlossen, die aktuelle Bayernliga-Saison abzubrechen. Auch die Geretsrieder River Rats um Kapitän Martin Köhler (re.) sind davon betroffen.

EISHOCKEY Verband beschließt den Abbruch der Bayernliga-Saison

Geretsrieder River Rats hängen in der Luft

  • vonWolfgang Stauner (Redakteur)
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Vor einer ungewissen Zukunft stehen die 15 Vereine der Eishockey-Bayernliga: Der Verband hat beschlossen, die Saison abzubrechen. Es gibt keine Auf- oder Absteiger. Falls nach dem Jahreswechsel wieder gespielt werden kann, muss man einen neuen Modus suchen.

  • Der BEV hat die Bayernliga-Saison 2020/21 für beendet erklärt.
  • Es gibt keine Auf- oder Absteiger.
  • Beim ESC Geretsried hofft man auf eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs zu Beginn des neuen Jahres.

Geretsried – Acht Spieltage haben die Geretsrieder River Rats in der Eishockey-Bayernliga vor dem Lockdown am 2. November absolviert. Und das war’s dann auch schon wieder mit der Saison 2020/21 – zumindest was die Punktspiele der Hauptrunde bis Mitte Januar 2021 betrifft und die sich daran anschließenden Verzahnungsrunden Richtung Oberliga und Landesliga. Nachdem in den ersten vier Wochen immer wieder Spiele aufgrund positiver Corona-Befunde abgesagt werden mussten, hängt die Tabelle ohnehin schief: Spitzenreiter TEV Miesbach hat neun Spiele absolviert, Schlusslicht Peißenberg fünf. Nun legte der Bayerische Eissport-Verband am späten Dienstagabend eine Vollbremsung zumindest für seine höchste Spielklasse hin und bricht die Saison ab – Auf- und Abstieg wird es nicht geben.

Eishockey-Obmann Frank Butz präzisierte in einer E-Mail an die 15 Bayernligisten: „Der BEV hat in Zusammenarbeit mit den Vereinen den bisherigen Saisonverlauf der Bayernliga eingehend analysiert und besprochen. Der gewählte Spielmodus ist durch die Unterbrechung der Saison und den bis zu diesem Zeitpunkt erlaubten Rahmenbedingungen sowie den nicht zu kalkulierenden Einflüssen durch das Pandemiegeschehen und ohne einer weiteren Verzerrung des Wettbewerbs nicht vernünftig und darstellbar.“

Bei den River Rats Geretsried ist man alles andere als angetan von diesen Entwicklungen. Und das nicht nur ob der bisher leidlich verlaufenen Saison: Die Geretsrieder Cracks stehen nach acht Spieltagen auf Platz fünf. „Es ist halt eine schwierige Saison“, sinniert Markus Janka, Vorsitzender vom ESC-Gesamtverein. „Aber wenn es, in welcher Form auch immer, wieder weiter geht, werden wir auf jeden Fall dabei sein. Trainer Rudi Sternkopf und die Mannschaft wollen ihren Sport ausüben und mit der bestmöglichen Mannschaft ordentliche Spiele abliefern.“

Der Bayerische Eissport-Verband ist derzeit zusammen mit seinen Vereinen in Gesprächen, wie ein Spielbetrieb in veränderter Form darstellbar ist. „Das ist auch davon abhängig zu machen, wann die Rückkehr in einen Trainings- und Wettkampfbetrieb wieder möglich ist“, stellt Butz klar. Angedacht ist eine Art Bayernliga-Cup auf freiwilliger Basis.

Um Näheres entscheiden zu können, wird zunächst die für Anfang kommender Woche anberaumte Sitzung der Ministerpräsidenten zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel abgewartet. „Wichtig wäre da ein Zeichen Richtung Öffnung“, meint Janka. Das Gegenteil deutet sich jedoch derzeit an.  

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