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400 Quadratmeter Grundfläche und zehn Meter Giebelhöhe: Die neue Ultrafilrationsanlage hat stattliche Ausmaße. 

Trinkwasserversorgung

Rohbau der Ultrafiltrationsanlage fertig

Geretsried/Königsdorf - Der Bau der Ultrafiltrations-Anlag für die Trinkwasseraufbereitung schreitet voran. Gerade wird das Dach des neuen Gebäudes in Königsdorf-Wiesen fertiggestellt.  Ende des Jahres soll sie in Betrieb gehen.

„Wir liegen gut im Zeitplan“, sagt Jan Dühring, Vorstand der Stadtwerke, zum aktuellen Baufortschritt. In der neuen Anlage werden sich drei Filtrationsstraßen und die UV-Desinfektionsanlage befinden. Ende des Jahres soll alles fertig sein. Dann könnte die vom Gesundheitsamt erlassene Chlorungs-Anordnung endlich aufgehoben werden.

Der Bau befindet sich in der Nähe des Campingplatzes

Neben dem Neubau des Gebäudes müssen auch einige Leitungen neu verlegt werden: rund 1,6 Kilometer Rohre für Versickerungen, den Abwasserkanal und das Trinkwasser. Der Königsdorfer Brunnen ist laut Dühring von der Anlage etwa 130 Meter Luftlinie entfernt, die beiden Geretsrieder Brunnen etwa 300 Meter. „Das Wasser wird von dort zur Ultrafiltrations-Anlage transportiert und aufbereitet.“ Durch eine hauchdünne Membran mit einem Rückhaltevermögen von 0,02 bis 0,03 Mikrometer soll verhindert werden, dass Krankheitserreger ins Leitungsnetz gelangen. Anschließend wird das Trinkwasser zurück zu den Leitungsanschlüssen der beiden Kommunen geleitet. Getrenntes Wasser haben sie dann nicht mehr. „Das Wasser vermengt sich“, sagt Dühring.

Die Kosten liegen bei 3,6 Millionen Euro

Das Volumen der Anlage sei so konzipiert, dass der jetzige Bedarf von Geretsried und Königsdorf abgedeckt wird. Außerdem gebe es noch einen Sicherheitspuffer, um mögliche Spitzen abzudecken. „Das passiert im Wesentlichen über unseren Hochbehälter am Schwaigwaller Hang.“ Außerdem sei in dem Gebäude noch Platz für eine künftige Erweiterung der Anlage. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf rund 3,6 Millionen Euro netto. Königsdorf beteiligt sich an der Finanzierung. Den Zuschlag für das Gebäude erhielt die Inovo Bau aus Dachau, die das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte.

Der Wasserpreis wird umgelegt, das heißt: Er wird steigen

Die Kosten müssen auf die Gebühren umgelegt werden. Stadtwerke-Vorstand Dühring geht davon aus, dass der Wasserpreis in Geretsried um 30 Cent steigen wird, vielleicht auch etwas weniger. Derzeit liegt er inklusive Steuern bei 1,73 Euro pro Kubikmeter. Königsdorfs Bürgermeister Anton Demmel sagte jüngst in einer Versammlung, dass auf seine Gemeinde vermutlich eine Kostensteigerung von 25 Cent zukomme. Dort kostet das Trinkwasser zurzeit 0,85 Euro pro Kubikmeter. Unberührt bleiben vermutlich die Grundgebühr und der Abwasserpreis. Sebastian Dorn

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