30 Partien mit elf Scorerpunkten - und vielseitig einsetzbar: Luis Rizzo wird in der kommenden Saison für die River Rats hauptsächlich in der Abwehr auflaufen.

Eishockey

Rotation bei den River Rats: Einer bleibt, einer kommt nicht, zwei gehen

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ESC Geretsried verlängert mit Allrounder Luis Rizzo. Urgestein Nino Poch beendet Karriere. Matthias Götz verlässt den Verein. Brett Schaefer studiert in Kanada

Geretsried – Ein Spieler bleibt, zwei gehen, einer kommt doch nicht – beim Eishockey-Bayernligisten ESC Geretsried dreht sich auch während der Sommerferien das Personalkarussell auf Hochtouren. So hat mit Luis Rizzo ein weiterer Stammspieler für die neue Saison zugesagt. Der 26-jährige wurde sowohl im Sturm als auch in der Verteidigung eingesetzt. „In der kommenden Spielzeit werden die Fans den Allrounder aber hauptsächlich in der Defensive sehen, denn mit Luis kann Trainer Sebastian Wanner im Moment genau drei Verteidigungsreihen aufbieten“, erklärt ESC-Pressesprecher Kevin Olivo. Neben seiner Vielseitigkeit zeichnet Rizzo vor allem seine Konstanz aus – der ältere Bruder von Stürmer Stefano absolvierte 30 Partien und verbuchte dabei elf Scorerpunkte. Olivo: „Dem ESC bleibt ein absolut beständiger Spieler erhalten.“

Nicht mehr im Geretsrieder Trikot auflaufen wird hingegen Matthias Götz. Der 26 Jahre alte Verteidiger war im Vorjahr aus Germering zu den River Rats gewechselt, wurde aber durch eine schwere Verletzung zu Beginn der Verzahnungsrunde komplett ausgebremst (26 Partien, 5 Scorerpunkte, 41 Strafminuten). „Die dadurch verpassten Klausuren muss Matthias nun nachholen, das Studium hat für ihn natürlich Priorität“, erklärt der Klubsprecher.

Nach 28 Jahren ist Schluss: Nino Poch (re.) beendet seine Karriere.

Ebenfalls nicht mehr zum Kader der kommenden Saison gehört Nino Poch. Das Urgestein war seit der Neugründung des ESC im Jahr 2006 fester Bestandteil der Mannschaft – insgesamt schnürte der Verteidiger 28 Jahre lang die Schlittschuhe für die River Rats. „Der Abgang von Nino ist natürlich schmerzhaft“, sagt 2. Vorsitzender Peter Holdschik. „Er hat so viele Jahre für uns gespielt, deshalb ist uns diese Entscheidung wirklich nicht leicht gefallen. Letztlich wäre es aus rein sportlicher Sicht für ihn schwer geworden. Die Aussicht, dass er auf eine angemessene Eiszeit während der Saison kommt, ist zum jetzigen Zeitpunkt einfach nicht gegeben.“ In der abgelaufenen Spielzeit absolvierte der 31-Jährige in der Bayernliga 24 Partien und kam auf zwei Scorerpunkte sowie vier Strafminuten.

Ein außerplanmäßiger Anruf erreichte Holdschik erst vor wenigen Tagen aus Übersee. Es waren keine guten Nachrichten, wie der ESC-Vize berichtet: „Brett Schaefer hat mir erzählt, dass er ungeplant ein absolut hochklassiges Stipendium einer Universität erhalten hat. Es tue ihm wahnsinnig leid, aber er würde das Angebot gerne annehmen.“ Damit ist der Wechsel des 21-jährigen Deutsch-Kanadiers, Sohn des früheren TuS-Torjägers Steven Schaefer, nach Geretsried geplatzt. „Klar ist das für uns sehr bitter, aber wir wollen und werden ihm hier keine Steine in den Weg legen“, so Holdschik. Dass der Youngster diese einzigartige Chance nutzen will, sei absolut verständlich. Der 2. Vorsitzende hat jedoch Hoffnung, dass Schaefer doch irgendwann für den ESC auflaufen könnte: „Wenn er die Uni abgeschlossen hat, steht einem erneuten Engagement bei uns nichts im Weg. Aber bis dahin wird noch einige Zeit vergehen.“

Drei Torhüter, sechs Verteidiger und elf Stürmer stehen aktuell im Kader der River Rats. Holdschik sieht das Team für die neue Saison gut aufgestellt, ist aber aktuell immer noch auf der Suche nach einem Verteidiger: „Wir wollten den Kader verschlanken und mit jungen Talenten sowie erfahrenen Leistungsträgern ergänzen.“ Das sei dem Klub mit den Verpflichtungen von Florian Strobl (von Tölzer Löwen) und Matthias Merker (zurück von Augsburger Panther/DNL) gelungen, auch wenn der Transfer von Brett Schaefer leider geplatzt sei. Auch dass der tschechische Verteidiger Ondrej Stava (24) nun von Saisonbeginn an dabei sei, „wird uns gut tun“.

Zudem gebe es in der eigenen U20-Mannschaft in der Bayernliga einige vielversprechende Talente, die nach und nach an die Erste Mannschaft herangeführt werden sollen. Holdschik: „Aktuell sind wir noch auf der Suche nach einem Verteidiger, aber der Markt ist bekanntermaßen heiß umkämpft. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob sich nicht doch noch die eine oder andere Möglichkeit für uns ergibt.“

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