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Die Nerven behalten: Noah Gnalian gewinnt das Entscheidungsspiel und sichert den Badmintonspielern des TuS Geretsried den überraschenden Sieg gegen den Tabellendritten SG Schorndorf. 

Badminton

Die Rote Laterne abgegeben

TuS Geretsried gewinnt überraschend gegen Schorndorf, hat aber gegen Spitzenreiter Neuhausen keine Chance.

Geretsried – Damit konnte keiner rechnen: Die Badminton-Spieler des TuS Geretsried haben ihr Heimspiel in der 2. Bundesliga Süd gewonnen und geben die Rote Laterne ab.

Gegen den Tabellendritten SG Schorndorf waren die Aussichten auf einen Punktgewinn eher gering einzuschätzen. Mark Brady und Sebastian Keller spielten sich regelrecht in einen Rausch und gewannen das erste Doppel. Mit diesem überraschenden Erfolg holte Geretsried nicht nur die 1:0-Führung, sondern Keller holte auch seinen ersten Sieg in der Liga.

Nachdem Michelle Deschle und Ann-Kathrin Spöri in vier Sätzen ihr Doppel für sich entscheiden konnten, war plötzlich die Möglichkeit gegeben, dieses Punktspiel zu gewinnen. Spöri besiegte Miranda Wilson, ihre Final-Gegnerin der Deutschen Jugendmeisterschaft, erneut. Und so kam es trotz der Niederlagen im Einzel, im Mixed und im zweiten Doppel der Geretsrieder zum Spiel um die Entscheidung. Noah Gnalian wusste zwar, dass sein Gegner zu schlagen ist. Auch die taktische Marschroute war klar. „Wir haben ihm mantra-artig mit auf den Weg gegeben, er soll geduldig spielen, keine frühzeitigen Angriffsschläge machen“, erläutert Coach Johann Niesner die Einstellung des Spielers vor dem Match. Aber zwischen der Theorie und der Praxis lag das Spiel. Gnalian ließ sich nicht beirren und setzte sich durch.

Der Sieg brachte Geretsried einen Punkt vor Schlusslicht Dillingen. Der Tabellenletzte verlor zweimal 2:5 und blieb ohne Zähler. Auch das war eine Überraschung, schließlich hat Geretsrieds Konkurrent im Abstiegskampf seit drei Spielen einen Lauf.

Ohne Punktgewinn verlief erwartungsgemäß das Aufeinandertreffen des TuS mit dem TSV Neuhausen-Nymphenburg. Beim überragenden Spitzenreiter in Neuhausen gab es eine 0:7-Niederlage. Der Meisterschaftskandidat spielte mit Micha Silbermann, Top-50 der Weltrangliste. „Gegen so einen Gegner zu spielen ist ein echtes Erlebnis – auch ohne eine Chance zu haben“, bilanziert Team-Organisator Sascha Gnalian. „Zum Glück haben später gegen Schorndorf großartig gespielt und die Chance genutzt.“

Am kommenden Wochenende geht es zum Nachholspiel zum TV Marktheidenfeld. Im Gepäck die Hoffnung und die Erfahrung dieses extremen Wochenendes.  ue

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