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Wenn der Neubau am Schulzentrum fertig ist, gehen im alten Hallenbad die Lichter aus.

„Das müssen wir jetzt klären“

Rückt an die Stelle des alten Hallenbads ein Sportpark ?

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Geretsried gibt sich viel Mühe, dem Titel „Sportstadt“ gerecht zu werden. Jüngst sahen sich die Stadträte an, inwiefern der Sportentwicklungsplan von vor zehn Jahren umgesetzt wurde. Dabei stellt sich auch die Frage, was an die Stelle des alten Hallenbads rückt.

Geretsried – Vor zehn Jahren hat die Stadt einen Sportentwicklungsplan in Auftrag gegeben. Das Stuttgarter Institut für kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps) befragte daraufhin die Geretsrieder Bevölkerung und erstellte eine umfassende Studie mit einem knapp 200 Seiten starken Abschlussbericht. Was hat die Stadt von den Handlungsempfehlungen umgesetzt?

Das wohl interessanteste Ergebnis der Studie damals: 58 Prozent der Befragten waren für eine Sanierung des Eisstadions. Die Planungsgruppe empfahl hingegen einen Neubau in Verbindung mit einem Hallenbad an einem anderen Standort. Der Stadtrat folgte dem Bürgerwillen:Im vergangenen Jahr entschied das Gremium, dass das Eisstadion für sechs Millionen Euro saniert werden soll. „In der Saison 2019/20 kann wieder mit Dach gespielt werden“, sagte Bürgermeister Michael Müller (CSU) in der jüngsten Sitzung des Sportausschusses.

Beim Thema Hallenbad folgt der Stadtrat der Empfehlung. Mit dem Spatenstich hat der Neubau an der Adalbert-Stifter-Straße im April begonnen. 15,4 Millionen Euro investiert die Stadt in interkommunaler Zusammenarbeit (wir berichteten). „Wenn das neue interkommunale Hallenbad fertig ist, können wir das alte schließen und wegreißen“, so Müller. Wie die Fläche dann genutzt werden soll, sei noch nicht entschieden. „Das müssen wir jetzt klären“, sagte der Bürgermeister.

Lesen Sie auch: Interkommunales Hallenbad: Deswegen freuen sich nicht alle Vereine darauf

Vor zehn Jahren empfahlen die Ersteller der Studie, dort einen frei zugänglichen Familiensportpark einzurichten – eine Idee, die nach wie vor aktuell ist. Bürgermeister Müller schwebt ein verbindendes Band vor, dass vom Bewegungsparcours über das Schwimmbad und das Isarau-Stadion, über einen neuen Sportpark und das Eisstadion bis zum Natur- und Kulturlehrpfad an der Isar reicht.

Auch wenn die Stadt über ausreichend Sportaußenanlagen verfügt, gibt es immer noch ein Defizit bei Hallenkapazitäten. Mit einer neuen Halle ließe sich dieses Problem abschwächen, stand damals im Sportentwicklungsplan. Auch hier wird Abhilfe geschaffen: Im nächsten Jahr soll am Schulzentrum eine neue Dreifachturnhalle entstehen. Die Kosten in Höhe von 9,7 Millionen Euro trägt der Landkreis.

Die Stadt hat zwischen 2010 und 2017 die stolze Summe von 13,4 Millionen Euro in ihre Sportstätten und deren Unterhalt gesteckt. Durch die Sanierung des Eisstadions und den Neubau des Hallenbads erhöht sich diese Summe auf knapp 35 Millionen Euro. Dann sei allerdings der Punkt erreicht, weiteren Begehrlichkeiten auch einmal entgegenzutreten, mahnte der Bürgermeister.  nej

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