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Gleiche Strecke, neue Variante: Die Genehmig ungsunterlagen für die S-Bahn-Verlängerung nach Geretsried müssen neu bewertet werden. 

Gleisverlängerung nach Geretsried  

S 7-Pläne müssen überarbeitet werden

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Die bisherige Planung für die S-Bahn-Verlängerung nach Geretsried muss neu bewertet und geändert werden. Grund dafür sind strengere gesetzliche Auflagen. Aber: Noch in diesem Jahr will die Deutsche Bahn (DB) die Pläne der Öffentlichkeit vorstellen.

Seitdem sich der Freistaat, die Städte Wolfratshausen und Geretsried sowie der Landkreis und die Bahn auf eine Tieferlegung des Wolfratshauser Bahnhofs geeinigt haben, arbeitet die DB Netz AG an den Planänderungen. Am Donnerstag informierte die Bahn die Mandatsträger in München über den aktuellen Stand der Dinge. An der Runde nahmen neben Projektleiter Michael Hatzel, Geretsrieds Bürgermeister Michael Müller, sein Wolfratshauser Amtskollege Klaus Heilinglechner, Vize-Landrat Thomas Holz und CSU-Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber teil. „Die DB Netz AG wird die neue Variante der S-Bahn-Verlängerung Wolfratshausen-Geretsried in den nächsten Monaten als Genehmigungsplanung für das Eisenbahn-Bundesamt aufbereiten“, teilte ein Unternehmenssprecher am Freitag mit. Mittlerweile würden strengere gesetzliche Auflagen gelten. Deshalb müsse die bisherige Planung „in großem Umfang“ neu bewertet und geändert werden.

Beispielsweise müssen noch striktere Auflagen zum Umweltschutz für die gesamte knapp zehn Kilometer lange Strecke berücksichtigt werden. „Da geht es um ein strengeres Monitoring“, so der Bahn-Sprecher. Auch an die Technik müssten höhere Sicherheitsstandards angelegt werden. Ein weiteres Thema: der Lärmschutz während der Bauzeit.

Trotz dieser umfangreichen Änderungen geht die Bahn davon aus, die Ergebnisse der Planung noch heuer der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Projektleiter Michael Hatzel zufolge sollen die Bürger „ausführlich informiert und in die Planungen eingebunden“ werden. Um die Unterlagen in Ruhe studieren zu können, ist ein Info-Portal im Internet geplant.

Die in Abstimmung mit dem Eisenbahn-Bundesamt zu überarbeitenden Unterlagen sollen im dritten Quartal des Jahres 2018 bei der Genehmigungsbehörde – der Regierung von Oberbayern – eingereicht werden.

Wie wirken sich die Änderungen auf den Baubeginn des Millionen-Projekts aus? Das will die Bahn nicht kommentieren: „Dem weiteren Verlauf des Genehmigungs- und Rechtsverfahren können wir nicht vorgreifen.“

Auch wenn es noch ein paar Jahre dauern wird, bis die S-Bahn nach Geretsried rollen wird: Bürgermeister Michael Müller ist froh, dass die Planungen voranschreiten. Die weitere Verzögerung könne man in Kauf nehmen, „weil dauerhaft an einer besseren Lösung gearbeitet wird“. Dabei dürfe man allerdings nicht das Gesamtziel aus den Augen verlieren.

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