Eine S-Bahn am Wolfratshauser Bahnhof.
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Noch ist es ungewiss, ob die S-Bahn 2028 nach Geretsried rollt.

Erst Baurecht, dann Baubeginn

S7-Verlängerung: Ministerium antwortet auf Fragen von MdB Wagner

  • VonPeter Borchers
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Der Linken-Bundestagsabgeordnete Andreas Wagner macht sich Sorgen um die Fortschritte in Sachen S7-Verlängerung. Deshalb hakte er beim Bundeswirtschaftsministerium nach.

Geretsried – Der Geretsrieder, der bei der Wahl im Herbst nicht mehr fürs Parlament kandidiert, fürchtet, dass sich die Folgen der Pandemie negativ auf das Projekt auswirken könnten. Wagner fragte deshalb nach, wie das Bundesverkehrsministerium „die Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen“ auf die S-Bahn-Verlängerung nach Geretsried beurteilt und wann die Bundesregierung „nach heutigem Stand mit einer Fertigstellung und Inbetriebnahme des Streckenabschnitts“ rechne.

Bundestagsabgeordneter Andreas Wagner (die Linke)

Darüber hinaus wollte der 49-Jährige wissen, wie die Regierung die aktuellen Betriebsabläufe der S7 im Streckenabschnitt Wolfratshausen-München beurteilt.

Laut Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär und Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr, könne „eine belastbare Abschätzung hinsichtlich des Baubeginns und der derzeit anvisierten Inbetriebnahme 2028 „erst mit Vorliegen bestandskräftigen Baurechts erfolgen“. Wagner interpretiert die Antwort so, dass es „derzeit noch ungewiss“ sei, ob die S-Bahn ab 2028 bis nach Geretsried fahre. Die Stadt müsse sich folglich Gedanken machen, wie sie den zunehmenden Verkehr aufgrund steigender Einwohnerzahlen in den nächsten Jahren organisiere. Der Linken-Politiker regt in diesem Zusammenhang als eine Maßnahme erneut eine Schnellbuslinie von Geretsried nach München-Fürstenried an.

Die Betriebsabläufe der S7 auf der Strecke von Wolfratshausen nach München sieht Enak optimiert. Die Pünktlichkeit der S7-West habe sich seit Anfang 2019 im Verhältnis zu den anderen S-Bahn-Linien des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds „verbessert“. Grund dafür sei „unter anderem die Erweiterung der Weichenheizungen im Bereich der Betriebsstellen München Perlach, Neubiberg, Hohenbrunn, Höhenkirchen-Siegertsbrunn und Aying“. Weitere Maßnahmen würden laut Ministerium „voraussichtlich nach der Sommerpause fortgeführt“.

Andreas Wagner bewertet es positiv, „dass etwas getan wird, um mehr Pünktlichkeit und Verlässlichkeit bei der S-Bahn zu erreichen“. Die S7 müsse so attraktiv werden, „dass sie Fahrgäste, die sie in den vergangenen Jahren verloren hat, wieder zurückgewinnt, und Pendler vom Auto wieder auf die S-Bahn umsteigen.“  

peb

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