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Ein Kleinod ist die Nikolauskapelle in Geretsried. Jetzt muss sie für 190 000 Euro saniert werden.

Ein Wahrzeichen leidet

Sanierung der Nikolauskapelle kostet 190.000 Euro

Die Nikolauskapelle braucht ein neues Holzschindeldach. Einen Teil des nötigen Geldes für die Sanierung muss die Interessengemeinschaft zur Erhaltung der Kapelle selbst sammeln.

Geretsried 190.000 Euro kostet die Sanierung der Nikolauskapelle an der B 11 in Geretsried. Das berichtete der Zweite Vorsitzende der Interessengemeinschaft zur Erhaltung der Kapelle, Harald Sachers, am Sonntag beim CSU-Stammtisch.

Wie berichtet muss das Holzschindeldach neu gedeckt werden. Außerdem hat sich der Holzwurm ausgebreitet. Einen Antrag auf Kostenübernahme hat der Förderverein laut Sachers an das Erzbischöfliche Ordinariat von München und Freising gestellt: „Wir sind auf dem untersten Rand einer Liste mit anstehenden Sanierungsmaßnahmen gelandet.“

Stadt gab einst  10.000 Mark dazu

Das Ordinariat verlange aber, dass auch die Geretsrieder Bürger einen Teil des Renovierungssumme aufbrächten. 20.000 Euro habe die Interessengemeinschaft auf dem Konto, berichtete der Zweite Vorsitzende. Weiteres Geld wolle man – wie damals vor 50 Jahren bei der ersten Sanierung der Kapelle – sammeln. Sachers erinnerte daran, dass die Gemeinde unter Bürgermeister Karl Lederer damals 10.000 Mark zugeschossen habe. „Das wäre ein Richtwert“, meinte er an die Adresse von Bürgermeister Michael Müller gerichtet.

Stammtischbesucher Werner Sebb betonte, es müsse im Interesse der Bürger und der Stadt liegen, dass das Wahrzeichen Geretsrieds in gutem Zustand bleibe. „Das kann nicht allein Aufgabe der Mutterkirche Maria Hilf sein“, so Sebb. CSU-Stadtrat Franz Wirtensohn schlug vor, wie seinerzeit bei der Renovierung der Geltinger Kirche St. Benedikt symbolisch Teile aus der Inneneinrichtung zu verkaufen. Man könnte schöne Fotos der 14 Nothelfer anfertigen lassen und diese veräußern. In Gelting habe man 30 Prozent der Renovierungskosten durch den Verkauf von Planquadraten des Deckenfreskos der Kirche erwirtschaftet. tal

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