Schaudepot in Geretsried?

Geretsried/München - Das Deutsche Museum ist auf Expansionskurs. Für zehntausende eingelagerte Objekte sucht die Sammlung eine Dependance im Münchner Umland. Einige Geretsrieder würden das Depot gern in die Stadt holen. Die Suche nach einem geeignetem Grundstück gestaltet sich allerdings schwierig.

Auf 73 000 Quadratmetern zeigt die renommierte Sammlung auf der Münchner Museumsinsel alles rund um Technik und Naturwissenschaften. Weil der Platz nicht ausreicht, liegen 80 000 Objekte im Dornröschenschlaf, verteilt auf sieben Depots. Das soll sich nun ändern. Das Deutsche Museum ist auf der Suche nach einem Standort für eine zentrale Schausammlung, die für die Bevölkerung zugänglich sein soll. Aus Sicht von Franz Rudolf und anderen historisch interessierten Bürgern käme dafür Geretsried in Frage. „Einige Geretsrieder Firmen sind im Deutschen Museum vertreten. Das würde passen“, sagt der stellvertretende Vorsitzender des Fördervereins Geretsrieder Heimatmuseum auf Nachfrage.

Um die Stadt von seiner Idee zu begeistern, hat sich Rudolf an die Rathausspitze sowie an die Fraktionen im Stadtrat gewandt. Die Fraktionssprecher diskutierten seinen Vorschlag am Rande eines Treffens. Fazit: „Wir sind spät dran, und wir haben keine geeigneten Flächen in dieser Größenordnung“, sagt FW-Fraktionssprecher Robert Lug. Und das Spaladin-Grundstück komme für ein Depot nicht in Frage. „Das haben wir unter ganz anderen Gesichtspunkten gekauft“, sagt der Dritte Bürgermeister mit Blick auf das Areal, das durch einen Durchführungsvertrag noch bis zum Frühjahr 2013 für den Bau eines Wellnessbades reserviert ist.

(nej)

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