Manuel Neuer operiert! Keeper fällt aus

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Die richtigen Worte und die richtige Taktik hat Geretsrieds Trainer Florian Funk in der Abstiegsrunde gefunden. Der Tölzer kann sich vorstellen, seinen Vertrag beim Bayernliga-Aufsteiger zu verlängern.

Geretsried

„Es schaut ganz gut aus“

Eishockey: Nach dem Saisonende zieht ESC-Trainer Florian Funk zufrieden Bilanz. Wenn er erneut ein konkurrenzfähiges Team bekommt, will er in Geretsried bleiben.

Für einen Trainer, der mit der Eishockey-Bayernliga sozusagen Neuland betreten hat, bewies Florian Funk absolute Fachkenntnis: „Wir sind einer der wenigen Vereine, die ihr Saisonziel erreicht haben“, stellt der Coach der Geretsrieder River Rats nicht ohne Genugtuung fest. Tatsächlich hatte der 46-jährige Tölzer vor der Saison den langen Kampf gegen den Abstieg prophezeit. Gut, dass der ESC als Aufsteiger mit einer vergleichsweisen jungen und hauptsächlich mit Eigengewächsen bestückten Mannschaft nicht um den Titel mitspielen würde, war auch den Verantwortlichen und Fans klar. „Wir haben aber in der Abstiegsrunde gezeigt, dass wir mithalten können“, betont Funk und ergänzt: „Es gehört auch ein bisschen Glück dazu.“

Nach dem letzten Platz in der Vorrunde und miserablen 144 Gegentoren hatte der Trainer die River Rats taktisch neu eingestellt. Unter anderem reduzierte er den Kader von vier auf drei Blöcke. Außerdem habe man sich vorgenommen, den Puck schneller aus dem eigenen Drittel zu befördern. „Gut war, dass alle Spieler zum richtigen Zeitpunkt fit waren“, stellt der Coach klar. Das Comeback der Routiniers Hölzl und Tauber („Der Anderl und der Hansi haben uns sehr geholfen“) nennt Funk als wichtigen Faktor: „Damit standen uns genau die 15 besten Leute zur Verfügung.“

Als es in den Play-downs gegen Gegner vom gleichen Kaliber ging, hätten sich einige Akteure noch einmal gesteigert. Drei Spielern stellt Funk für die gesamte Saison ein gutes Zeugnis aus: „Ondrej Horvath war der überragende Mann. Ebenso Andi Dornbach. Man hat sofort gemerkt, wenn er nicht dabei war. Und Jonas Köhler hat sowohl als Verteidiger als auch als Stürmer sehr, sehr gut gespielt.“ Dass die Konkurrenten in der Abstiegsrunde schwächelten, schiebt der Trainer auf deren verfehlte Ausrichtung: „Die haben zu lange an dem Ziel festgehalten, noch Platz zehn zu erreichen. Das hat Kraft gekostet.“ Als Knackpunkte betrachtet der 46-Jährige den Sieg im Marathon-Match gegen Germering, das wegen der Schneefälle für 90 Minuten unterbrochen worden war, und den Last-Minute-Sieg in Pfaffenhofen. „Pegnitz liegt uns einfach nicht“, sagt Funk mit Blick auf den Mitaufsteiger: „Vielleicht hätten wir das letzte Heimspiel noch gedreht, wenn nicht parallel dazu in Germering die Entscheidung über unseren Klassenerhalt schon gefallen gewesen wäre.“

Dass es dem Tölzer in seinem ersten Jahr in Geretsried gut gefallen hat, ist nicht zu überhören. „Ich bin sehr zufrieden“, betont Funk und lobt insbesondere das Publikum: „Wir haben es unseren treuen Fans zwischenzeitlich nicht leicht gemacht. Und dass immer so viele Zuschauer zu den Auswärtspartien mitgefahren sind, hat mich sehr gefreut.“ Das klingt alles so, als würde er seinen Vertrag verlängern? „Es schaut ganz gut aus“, sagt der 46-Jährige. Von den Gerüchten, dass sich Nachbarklubs wie der EHC Klostersee und der TEV Miesbach um ihn bemüht hätten, habe auch er gehört. „Aber ich habe mit niemandem verhandelt.“

Grundvoraussetzung für sein Bleiben sei, dass ihm wieder eine einigermaßen ordentliche Mannschaft zur Verfügung stehe, mit der sich der Klassenerhalt schaffen lasse. Er sei zuversichtlich, dass der neue 2. Vorsitzende Kevin Olivo die Verhandlungen mit neuen und aktuellen Spielern erfolgreich führen werde. Sollte er seinen Vertrag verlängern, würde er natürlich Neuzugänge nicht ablehnen. Funk: „Da sagt kein Trainer nein. Aber es müssen die richtigen Spieler sein, die nicht nur finanziell, sondern vor allem charakterlich zu uns passen.“

Thomas Wenzel

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