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Die Baustellen am Schulzentrum in der Übersicht.

Mammutprojekt über acht Jahre

Das Schulzentrum wird für acht Jahre zur Großbaustelle

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Geretsried - Der Landkreis investiert 34 Millionen Euro in die Generalsanierung des Geretsrieder Schulzentrums. Im Juli gehen die Bauarbeiten los, acht Jahre lang werden sie dauern.

Das Schulzentrum wird zur Großbaustelle – wieder einmal. Die Generalsanierung des Gebäudes ab Juli wird acht Jahre dauern und etwa 34 Millionen Euro verschlingen. Zeitweise müssen zwölf Klassen in Containern unterrichtet werden. Ab Herbst beginnen zudem die Bauarbeiten für die DIN-Zweifachhalle, die der Kreis errichtet. Und: Im Norden des Schulgeländes wird eine Asylbewerberunterkunft gebaut.

Der Interimsbau wird im April 2017 aufgestelle

Dem Antrag für die Interims-Klassenzimmer hat der Bauausschuss wie berichtet vergangene Woche zugestimmt. Bis sie aufgebaut werden, vergeht aber noch ein Jahr. „Wir haben jetzt schon den Bauantrag gestellt und machen die Ausschreibung, um viel Zeit zu haben“, erklärt René Beysel, Hauptamtsleiter im Landratsamt. Durch die langfristige Planung erhofft sich der Kreis gute Angebote. Der Markt an Containern ist durch die Flüchtlingskrise ausgedünnt, die Nachfrage und Preise sind entsprechend hoch. Welche Container aufgestellt werden, wird sich nach der Ausschreibung zeigen. Beysel: „Wir haben das bewusst offen gehalten. Es könnte auch eine Holzständerbauweise werden.“

Das Interims-Gebäude wird im April 2017 aufgestellt und anschließend bezogen. Es wird rechts von der Rampe zum Haupteingang sowie links vom Lehrerparkplatz gebaut. 15 Stellflächen fallen laut Beysel weg. „Das lässt sich aber kompensieren.“ Die Einfahrt zum Parkplatz wird ein Stück nach Norden verschoben. Angespannter wird die Parksituation, wenn der Kreis im Herbst mit dem Bau der DIN-Zweifachturnhalle auf dem Schulgelände beginnt. Momentan befindet sich an dieser Stelle ein Hartplatz mit Basketballfeldern. Das Projekt ist mit 6,14 Millionen Euro veranschlagt.

Gewerkelt wird ab Juli - und zwar im Musenbau

Gewerkelt wird am Gymnasium schon ab Juli – und zwar im Musenbau im Süden des Gebäudekomplexes. „Wir werden versuchen, ein Geschoss bis zum Schuljahresbeginn fertig zu haben, das zweite dann bis Jahresende“, erläutert Planer Dieter Kubina. Die Auslagerung von Klassen sei mit dieser Methode nicht notwendig. Bis zur Aufstellung der Container ruhen die Arbeiten dann. Anschließend werden die Klassen ausgelagert und der westliche Bereich des Gymnasiums von Mai 2017 bis Mai 2018 saniert; dann folgt der südliche Bereich der Realschule von Mitte Juni 2018 bis Juni 2019. Der weitere Zeitplan sieht so aus: Sanierung des nördlichen Fachklassenbereichs Gymnasium inklusive zugehöriger Hallenbereiche von Mitte Juli 2019 bis Anfang Dezember 2020; Sanierung des östlichen Fachklassenbereichs Gymnasium inklusive Hallenbereiche von Anfang Januar 2021 bis April 2022; Sanierung des nördlichen Fachklassenbereichs und der Sporthalle des Gymnasium von Ende April 2022 bis Januar 2024.

Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf 31 Millionen Euro – „Preisstand, wenn wir heute fertig bauen würden“, erklärt René Beysel. Mit der erwarteten Baukostensteigerung liegen die Gesamtkosten am Ende vermutlich bei 34 Millionen Euro.

dor

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