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Autos, Busse, Fußgänger und Radfahrer: Wie im Taubenschlag geht es morgens und mittags am Schulzentrum zu. 

Schulzentrum Geretsried

„Ich bin erstaunt, wie friedlich es abgeht“

Geretsried - Nach dem Wegfall des Lehrerparkplatzes am Geretsrieder Schulzentrum arrangieren sich alle mit der Situation. Noch. Denn es könnte schlimmer werden.

Auf der Adalbert-Stifter-Straße im Bereich des Schulzentrums geht es morgens und mittags zu wie im Taubenschlag: Eltern halten mit dem Auto am Straßenrand, um ihre Kinder aussteigen zu lassen. Hinter ihnen staut sich der Verkehr. Lehrer und ältere Schüler kurven durch die Gegend auf der Suche nach einem Parkplatz. Die Situation hat sich verschlimmert, seit der gemeinsame Lehrerparkplatz für Gymnasium und Realschule wegen des dort entstehenden Interimsbaus weggefallen ist.

Doch Schulleiter und Polizei stellen übereinstimmend fest, dass sich alle ganz gut mit dem vorübergehenden Engpass an Plätzen arrangieren. „Ich bin erstaunt, wie friedlich es abgeht“, sagt der Direktor des Gymnasiums, Dr. Hermann Deger. Die Realschule stelle dankenswerterweise den Bereich auf der Südseite der beiden Schulen zur Mittelschule hin als Lehrerparkplatz zur Verfügung. Normalerweise dient der Streifen den Realschülern als Pausenhof. „Ideal ist das nicht. Da sollten wir auf Dauer eine andere Lösung finden“, sagt die Konrektorin der Realschule, Christine Venus-Michel.

Streng ist man am Gymnasium mit Schülern, die mit dem eigenen Auto kommen. Sie müssen sich woanders einen Platz suchen. Auch Teilzeitlehrer, die erst zur dritten Stunde oder später Unterricht geben, seien betroffen, sagt Dr. Deger: „Die jammern schon ein bisschen.“ Doch der Schulleiter sieht genügend Ausweichmöglichkeiten. Wer länger als zwei Stunden parke, könne das ohne Weiteres auf dem öffentlichen Platz am Eisstadion tun. Deger: „Ich habe es ausprobiert. Man braucht vier Minuten bis zum Gymnasium. Das sollte wirklich kein Problem sein.“

Voraussichtlich im April wird der Interimsbau, in den die fünften und sechsten Klassen von Realschule und Gymnasium während der Generalsanierung des Schulzentrums ausgelagert werden, fertig sein. Dann stehen auf dem Grundstück wieder 45 Parkplätze zur Verfügung. Vorher waren es 60. Das wird die Lage entspannen, aber nur kurzfristig. Denn im Sommer – so der Zeitplan des Landkreises – soll mit dem Bau der neuen Zweifachturnhalle begonnen werden. Damit wird der Lehrerparkplatz zur Jahnstraße hin wegfallen. „Das wird wohl noch schlimmer als jetzt“, befürchtet Deger.

Dem stimmt Walter Siegmund, Leiter der Polizeiinspektion Geretsried, zu. Aber auch er sagt, dass die Situation noch im Rahmen sei. Sicher verlangsame sich der Verkehrsfluss vor dem Schulzentrum morgens und mittags. Doch Unfälle habe es bislang keine gegeben, so der Dienststellenleiter. Er hat den Eindruck, alle Beteiligten würden sich recht rücksichtsvoll verhalten. Einigen Eltern, die in die Schulsprechstunde wollten, sei der Wegfall der Parkplätze direkt an der Schule vielleicht noch nicht bewusst. Auch sie würden immer einen Platz am Eisstadion finden oder mit etwas Glück entlang der Adalbert-Stifter-Straße oder auf dem Parkplatz bei der Wertstoffinsel an der Jahnstraße.

tal

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