Schwimmen bei Kerzenschein im Geretsrieder Hallenbad.
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Schwimmen bei Kerzenschein: Viele beliebte Aktionen im Geretsrieder Hallenbad fielen im Corona-Jahr 2020 ins Wasser.

„Könnten innerhalb von drei, vier Tagen in Betrieb gehen“

Schwierige Zeiten im Geretsrieder Hallenbad – Besucherzahl hat sich im Corona-Jahr 2020 mehr als halbiert

Seit dem Frühjahr 2020 befinden sich viele Einrichtungen im Ausnahmezustand. So auch das Geretsrieder Hallenbad. Die Besucherzahl hat sich im vergangenen Jahr mehr als halbiert.

Geretsried – Wettkämpfe der Sportvereine, die Gewässerweihe der Griechischen Gemeinde, Trainingseinheiten der Rettungsorganisationen, Wassergymnastik und Meerjungfrauenschwimmen: Im Geretsrieder Hallenbad herrscht für gewöhnlich das ganze Jahr über Betrieb. Seit vergangenem Frühjahr befindet sich die Einrichtung wie viele andere im Ausnahmezustand.

Wassertemperatur auf ein Mindestmaß reduziert

Zurzeit läuft im Hallenbad alles in einem sogenannten Teillastbetrieb, erklärt Thomas Loibl, Pressesprecher der Stadt Geretsried. Es befindet sich Wasser im Becken, die Temperatur ist aber auf ein Mindestmaß reduziert. Auch die Lüftung läuft im Minimalbetrieb. „Sollten wir wieder öffnen dürfen, kann das Bad innerhalb von drei, vier Tagen in Betrieb gehen“, sagt Loibl. Wann es soweit ist, kann derzeit allerdings niemand absehen. Seit dem 2. November ist die städtische Einrichtung erneut aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen.

Hinter den Mitarbeitern des Hallenbads liegt „wie für alle anderen ein herausforderndes Jahr“, bilanziert der Pressesprecher. Bereits im ersten Lockdown und darüber hinaus durfte niemand an der Jahnstraße schwimmen. Die Türen blieben vom 13. März bis 12. Juli zu. „An allen anderen Tagen war geöffnet, auch über die Sommerferien“, so Loibl. In dieser Zeit wird eigentlich die jährliche Wartung durchgeführt. Diese hatte das Hallenbad-Team aber vorsorglich ins Frühjahr vorgezogen. Überhaupt hätten die Kollegen stets flexibel reagiert und „möglich gemacht, was möglich war“.

Entsprechend eines umfangreichen Hygienekonzepts galten vergangenes Jahr besondere Sicherheitsbestimmungen, etwa Maskenpflicht außerhalb der Duschen und des Beckens. Es gab keine Möglichkeit zum Haareföhnen. Ins Wasser durften maximal 35 Personen gleichzeitig. Die vorgegebene Besucherzahl führte aber nur an einem Tag zu einem Einlass-Stopp, so Loibl. Der Vereins- und Schulbetrieb konnte stattfinden, Vhs-Kurse wurden angeboten ebenso wie die hauseigene Wassergymnastik und das Babyschwimmen.

Das Hallenbad in Zahlen

• Besucherzahlen insgesamt: 21 857 (2019: 45 519)

• Vereinsmitglieder: 7201 (2019: 15 800)

• Schüler: 2836 (2019: 6923)

• Ausgestellte Sportabzeichen: 38 (2019: 75)

• Erwachsene Besucher: 9432 (2019:17 774)

• Kinder: 2388 (2019: 5022)

Der beliebte Kindernachmittag mit Großspielgerät im Wasser konnte allerdings nach den Faschingsferien nicht mehr angeboten werden. In solche Angebote steckt das Hallenbad-Team viel Herzblut. „Alle freuen sich, wenn sie zur Normalität zurückkehren können“, so Loibl. Derzeit seien die Mitarbeiter aufgrund der neuerlichen Schließung in anderen Bereichen im Einsatz. „Ob im Rathaus, der Bücherei oder dem Bauhof. Sie sind überall willkommene Helfer.“

Unabhängig von Corona sind die Tage des Bades an der Jahnstraße bekanntlich gezählt. Wie viele noch übrig bleiben, ist allerdings ungewiss. Wie berichtet ist der Bau des interkommunalen Hallenbads an der Adalbert-Stifter-Straße weit fortgeschritten. Im November hat es jedoch bei nachträglichen Schweißarbeiten im Becken gebrannt. Dadurch verzögert sich die Eröffnung mindestens bis Juni. Genau lasse sich das noch nicht absehen so Loibl. Bis dahin ist im alten Hallenbad alles bereit, um die Übergangszeit vom Lockdown zur Neueröffnung mit Badespaß zu füllen.  

sw

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