Präsentierten auf dem Karl-Lederer-Platz das neue Jahreszeitenbrot: (v. li.) Adriane Schua (Solidargemeinschaft Oberland), Konrad Specker (Speckerbäck’), Sebastian Wilhelm (Unser Land), Konrad Stelmaszek (Königsdorfer Backstube) , Ludwig Schmid (Schmid-Bäck´) sowie Michael Detter, Josef Eberl und Anton Lugauer von den gleichnamigen Bäckereien.
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Präsentierten auf dem Karl-Lederer-Platz das neue Jahreszeitenbrot: (v. li.) Adriane Schua (Solidargemeinschaft Oberland), Konrad Specker (Speckerbäck’), Sebastian Wilhelm (Unser Land), Konrad Stelmaszek (Königsdorfer Backstube) , Ludwig Schmid (Schmid-Bäck´) sowie Michael Detter, Josef Eberl und Anton Lugauer von den gleichnamigen Bäckereien.

Solidargemeinschaft Oberland präsentiert gemeinsam mit den Bäckereien das neue Jahreszeitenbrot

Sechs Backrunden bis zum Bärlauch-Bazi

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
    vonSabine Hermsdorf-Hiss
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Jahr für Jahr stellen die Bäcker in der Region ein extra kreiertes „Jahreszeitenbrot“ vor. Heuer ist es ein Bärlauch-Brot mit handgepflückten Gebirgsbärlauch vom Höllensteig bei Eschenlohe.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Die Region stärken und das Bäckerhandwerk fördern – das ist das erklärte Ziel der Solidargemeinschaft Oberland. „Und wie könnte man das besser, als durch ein Brot aus regionalen Zutaten?“, sagte Vorsitzende Adriane Schua bei der Präsentation diese Woche in Geretsried.

Jahr für Jahr stellen die Bäcker ein extra kreiertes „Jahreszeitenbrot“ vor. Heuer ist es „ein Bärlauch-Bazi mit handgepflückten Gebirgsbärlauch vom Höllensteig bei Eschenlohe“, erklärte Ludwig Schmid, Geschäftsführer des Geretsrieder Schmid-Bäck’, Von ihm stammt das Rezept, nach dem nun auch die Betriebe Detter, Eberl, Lugauer, Speckerbäck’ und Königsdorfer Backstube diese Köstlichkeit herstellen. „Sechs Backrunden habe ich gebraucht, bis in meinen Augen alles perfekt war“, berichtete Schmid. „Das Brot soll so viel Bärlauch enthalten, dass man ihn schmeckt, aber nicht so, dass er alles andere überlagert.“ Eines der Geheimnisse besteht darin, die Getreidearten – sie stammen aus der Leitzachmühle in Miesbach und der Off-Mühle in Sindelsdorf – auf den Bärlauch abzustimmen. „Der Bäcker“, so Schmid weiter, „kennt seine Rohstoffe, seinen Müller und den Landwirt, der das Getreide anbaut ebenso wie die Region und seine Kundschaft.“

„Dennoch hat jeder Betrieb aus dem Grundrezept etwas anderes gemacht“, ergänzte Konrad Stelmaszek von der Königsdorfer Backstube. Bei ihm zum Beispiel sind es statt Laibe Ringe geworden. „Schließt also ein Betrieb, wird automatisch auch die Vielfalt geringer“, unterstreicht der Innungsmeister die hohe Bedeutung des traditionellen Bäckerhandwerks: Dass in dem Brot keine künstlichen Zusatz- oder Aromastoffe enthalten sind, versteht sich von selbst. Andrea Schua: „Da wissen die Kunden genau, was sie vor sich auf dem Tisch haben.“  

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