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Am Mittwochmorgen hat es in der Großmetzgerei Sieber in Geretsried eine Razzia gegeben. 

Umfangreiche Ermittlungen

Razzia bei Sieber: Mitarbeiter müssen Stuhlproben abgeben

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Geretsried - Ermittler haben am Mittwochmorgen die Geschäftsräume der Großmetzgerei Sieber in Geretsried durchsucht. Ursache dürften die Untersuchungsergebnisse nach dem Listerien-Skandal sein. 

++ Update vom 16. Juni: Das Bayerische Verwaltungsgericht in München hat den Eilantrag des Unternehmens abgelehnt. Das Vertriebsverbot für Produkte der Großmetzgerei Sieber ist gültig, teilte das Gericht am Donnerstag mit.

+++ Update 16.50 Uhr: Die Spurensuche, woher die Listerien in den Sieberprodukten stammen, geht weiter. Alle Mitarbeiter mussten eine Stuhlprobe abgeben. Das hat das Verbraucherschutzministerium in Zusammenarbeit mit dem LGL veranlasst, bestätigt eine Sprecherin des Tölzer Landratsamts die Informationen unserer Zeitung. Durch die Untersuchung soll herausgefunden werden, ob möglicherweise ein Mitarbeiter Listerien in sich trägt und die Bakterien so in den Produktionsprozess gelangt sind. Ein Ergebnis der Untersuchungen gebe es in zwei bis drei Wochen, so die Sprecherin. (dor)

+++ Update 15 Uhr: Die Durchsuchung bei der Firma Sieber war offenbar weitläufiger als bekannt. Auf Geheiß der Staatsanwaltschaft München II durchsuchten Polizeibeamte nicht nur den Betrieb in Geretsried, sondern auch zwei Labore im Großraum München sowie eines in Baden-Württemberg, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Ken Heidenreich, gegenüber dem "Münchner Merkur". Außerdem wurde das Privathaus des Beschuldigten durchsucht. Obwohl die Staatsanwaltschaft keinen Namen nennt, ist klar, dass es sich dabei um den Inhaber der Firma, Dietmar Schach, handelt.(dw)

+++ Update 12 Uhr: Grund für die Razzia am Mittwochmorgen bei dem Wurst-Produzenten Sieber in Geretsried waren wohl die Ergebnisse der Untersuchungen durch die Gesundheitsbehörden. Diese haben auf drei weiteren Wammerl-Proben von Anfang April und nun auch auf einem vegetarischen Aufschnitt von Ende Mai jenen Bakterienstamm identifiziert, den sie für den Listeriose-Ausbruch verantwortlich machen. 80 Menschen waren in Süddeutschland erkrankt, acht starben. Diese Informationen stammen vom zuständigen Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen. Die Behörde sieht sich in der Annahme bestätigt, dass die Listerien aus der gleichen Quelle stammen und dass sie sich nicht auf ein Produkt beschränken. (kg)

Am Mittwochmorgen gab es eine Razzia bei Sieber in Geretsried

Nachdem das Unternehmen wegen Bakterien in der Wurst die Produktionen stoppen musste, haben Ermittler nun eine Razzia in den Räumen der Metzgerei durchgeführt. Das bestätigte die Polizei. Laut unserer Reporterin vor Ort haben Ermittler einige Unterlagen in einen blauen Lieferwagen geladen und abtransportiert. Derzeit laufen offenbar weitere Arbeiten im Gebäude, Daten werden von Firmencomputern gesichert. Die Rechner sollen nach ersten Informationen aber im Unternehmen bleiben.

„Es hat heute Vormittag eine Durchsuchungsmaßnahme gegeben“, bestätigt Oberstaatsanwalt Ken Heidenreich in München. Zu weiteren Details wollte er sich zunächst allerdings nicht äußern.

Ende Mai wurde bekannt, dass in den Produkten der Geretsrieder Großmetzgerei Sieber Bakterien, sogenannten Listerien, in der Wurst gefunden worden waren. Die Firma musste daraufhin sowohl den Verkauf als auch die Produktion ihrer Wurstwaren stoppen, ihre Produkte sogar zurückrufen. Daraufhin hatte die zuständige Staatsanwaltschaft München Ermittlungen wegen eines Verstoßes gegen das Lebensmittel- und Futtermittelgesetz aufgenommen. Vergangene Woche hat Sieber-Inhaber Dietmar Schach Insolvenz angemeldet.

Hier nochmal alle Informationen über den Skandal zum Nachlesen.

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