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"Der Neuanfang ist gemacht." Sagt Dr. Josef Hingerl, vorläufiger Insolvenzverwalter der Geretsrieder Firma Sieber.

Testproduktion läuft

Hoffnungsschimmer bei Sieber

Geretsried - Der Neuanfang bei der Geretsrieder Firma Sieber ist offenbar gemacht: In den vergangenen beiden Wochen wurden alle Anstrengungen unternommen, damit die Produktion möglichst zeitnah wieder aufgenommen werden kann. Das teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Josef Hingerl am Freitag in einer Presseerklärung mit.

Wie berichtet hat das Landratsamt der Großmetzgerei per Bescheid am 28. Mai untersagt, ihre Produkte in Verkehr zu bringen. Grund war die Belastung mit Listerien. Daraufhin mussten rund 100 Tonnen Fleisch- und Wurstwaren aus den Produktions- und Lagerräumen entfernt und vernichtet werden. Inhaber Dietmar Schach meldete Insolvenz an.

Jetzt gibt es neue Hoffnung: Durch eine umfassende Reinigung und Desinfektion der Produktionsräume und Geräte sowie einer engmaschigen Beprobung des Umfelds auf Listerien wurden Hingerl zufolge alle Voraussetzungen dafür geschaffen, dass keine Keime mehr in Sieber-Produkten auftauchen. Grundlage ist das Sicherheitskonzept, das der externe Sachverständige Prof. Dr. Dieter Elsser-Gravesen ausgearbeitet und den Behörden vorgelegt hat. Auf dieser Basis wurden bei Sieber zu Wochenbeginn mehrere Erzeugnisse erfolgreich testproduziert.

Nach Absprache mit den zuständigen Behörden soll die „Produktion zeitnah stufenweise fortgeführt werden, ergänzt Hingerl. Wenn alle hygienischen und technologischen Maßnahmen wie vorgesehen umgesetzt werden, arbeite die Firma Sieber künftig mit einem Sicherheitskonzept, das auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert und für die Herstellung von verzehrfertigen Lebensmitteln vorbildlich sei

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