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Nach ungarischem Rezept hergestellt: Die Besucher ließen sich die Bratwürste ebenso schmecken wie all die anderen Spezialitäten. 

"Eine Ur-Geretsrieder Einrichtung"

Schmalzbrote essen, alte Freunde treffen

Geretsried - Bei bestem Wetter hat die Trachtengruppe der Deutschen aus Ungarn ihr Siedlungsfest gefeiert. 

Eine „Ur-Geretsrieder Einrichtung“ nennt Bürgermeister Michael Müller das Siedlungsfest der Trachtengruppe der Deutschen aus Ungarn. Seit 1988 findet es im Blumenviertel statt, seit 1992 auf dem Wenusplatz. Zusammen mit vielen weiteren Stadtratskollegen mischte sich Müller am Samstag unter die Besucher des Fests, das längst schon die Menschen aus ganz Geretsried anzieht. 60 Biergartengarnituren waren den ganzen Nachmittag und Abend über besetzt. Auf dem freien Platz vor der Bühne drehten sich die Paare zur Stimmungsmusik von „Bayern-Hans“ Hans Ketelhut.

Schon im Juni fangen die Deutschen aus Ungarn, die sich nach dem Krieg vor allem in der so genannten Bleyer-Siedlung rund um den Wenusplatz niederließen, mit den Festvorbereitungen an. Die pikanten Bratwürste nach ungarischem Rezept werden bestellt, der gute Landwein aus der Freundschaftsgemeinde Nickelsdorf wird in ausreichender Menge geordert, das Kraut für den Salat in Ismaning eingekauft.

Die Aufgaben werden unter den fleißigen Frauen verteilt. So bereiten seit 27 Jahren Gisela Kunz und Resi Harting die berühmten Schmalzbrote mit süßem und scharfem Paprika und Knoblauch zu. Zwölf Kilogramm feinstes Schweineschmalz haben sie diesmal verarbeitet. Auch die Jugend wächst allmählich in die Organisation mit hinein. Fabiana Hodolitsch und Sabine Brandtner haben zum ersten Mal den Kuchenverkauf übernommen. „Die meisten Besucher wissen ganz genau, wer aus der Siedlung welche Torte gebacken hat und sichern sich rechtzeitig ihre Stücke“, sagt die 26-jährige Fabiana und lacht. Doch nicht nur die ungarndeutschen Spezialitäten schätzen die Festbesucher. „Hier trifft man jedes Jahr alte Freunde wieder“, sagt Karl Raminger, der Vorsitzende der Trachtengruppe der Deutschen aus Ungarn.

Tanja Lühr

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