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Traurige Gestalten: der „Sirenenchor“ und die Waldramer Musiker Nikolaus Sanktjohanser (re., Bass) und Klaus Burger (Gitarre).

Das neue Programm

Sirenenchor: Zum Aufheulen schön

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Gelting – Das neue Programm wird mörderisch und ist dunkelgrau gefärbt: Dafür haben sich die Damen in schwarze Schale geworfen. Wir waren beim Sirenenchor zu Gast.

„Sag’ mir wo die Blumen sind“: Mit ihrer Musik hat Marlene Dietrich Zeichen gesetzt und die Welt berührt. Das machte sie zur Legende. Der „Sirenenchor“ ist davon noch weit, weit entfernt, aber wer weiß. Zugegeben: Wirklich betörend singt das Gros der Damen unterschiedlichen Alters bis auf wenige ausgebildete Solistinnen nicht – dafür eindringlich und gut hörbar, und zwar immer dort, wo es gerade zum Aufheulen ist.

Das neue Programm wird mörderisch und ist dunkelgrau gefärbt. Dafür haben sich die Damen in schwarze Schale geworfen und singen zum Nachdenken anregende Lieder von der „Luxusschnoin“, von Soldaten, vom Sterben, aber auch vom Leben. Kürzlich kamen rund 20 „Sirenen“ in die Kulturbühne Hinterhalt zur ersten Gesangsprobe unter Leitung der Musikerin Regina Hellmann – mit musikalischer Begleitung der Waldramer Nikolaus Sanktjohanser am Bass und Klaus Burger an der Gitarre.

Der „Sirenenchor“ ist natürlich zur Stelle, wenn Dr. Sybille Krafft, Historikerin, Journalistin und Vorsitzende des Historischen Vereins Wolfratshausen, am Dienstag, 22. November, die diesjährigen Geretsrieder Kulturtage „Pinsel, Pauke, Poesie“, kurz PiPaPo“, unter dem Titel „Mörderisches Bayern“ mit einem Film-Vortrag über „Kriege, Fluchten und Vertreibung, gestern und heute“ eröffnen wird. Heuer, im 70. Jahr nach der Vertreibung, ein Abend voller historischer Zeitgeschichte, mit musikalischer Umrahmung und einem kulinarischen Buffet mit Gerichten, deren Rezepturen Vertreibung, Krieg und Elend überdauert haben.

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