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Na, der wär doch was: Die Besucher konnten bei den Mobilitätstagen an der Sudetenstraße die neuesten Automodelle begutachten.

Veranstaltung stand vor dem Aus

So kamen die Mobilitätstage am neuen Standort an

Wegen der Großbaustelle im Geretsrieder Zentrum standen die Mobilitätstage vor dem Aus. Doch es wurde eine Lösung gefunden: Am Wochenende fand die beliebte Veranstaltung an der Sudetenstraße statt.

Geretsried – Die Autoschau an der Sudetenstraße kommt wie gerufen. „Wir suchen ohnehin nach einem neuen Wagen“, sagt Franziska Feulner. Dank der großen Auswahl an Autohändlern und Marken bei den Mobilitätstagen am Samstag und Sonntag, die der Geretsrieder Einzelhandelsverband ProCit heuer wieder veranstaltet hat, kann sich die Geretsriederin umfassend informieren. „Die Mobilitätstage sind wirklich super, wenn man sich umschauen möchte“, findet Feulner.

Während sich die Geretsriederin eine kleine Auszeit vom Auto-Bummel genehmigt, testet ihr sechsjähriger Sohn Benedikt am Infostand der AOK-Krankenkasse, wie gut er sich beim Dosenwerfen schlägt – mit einer „Promille-Brille“, die die Sicht verzerrt.

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Gegenüber hat Karin Macher ihr Pavillon aufgeschlagen. Die Geschäftsführerin des Babyparadies Geretsried informiert über Kindersitze und bietet ein Gewinnspiel an: Besucher schätzen, wie viele Plastikbälle sich wohl in dem Planschbecken am Stand befinden. „Die Leute nehmen die Mobilitätstage gut an, und die Besucher sind alle zufrieden“, sagt die Babyparadies-Chefin. Eine Rückmeldung erreicht Macher an diesem Wochenende besonders oft: „Die Anwohner sind froh, dass auch an der Sudetenstraße mal etwas passiert und nicht alles im Zentrum stattfindet.“

Dort, an der Egerlandstraße und am Karl-Lederer-Platz, fand die ProCit-Veranstaltung in den vergangenen Jahren statt. Wegen der Großbaustelle stand die Veranstaltung nun vor dem Aus. „Es ist gut, dass wir jetzt diese Lösung gefunden haben“, sagt Florian Billion, Geschäftsführer des gleichnamigen Autohauses an der Sudetenstraße.

Billion ist Mitglied im Vorstand des Einzelhandelsverband – und sehr zufrieden mit dem Wochenende. „Von den Kollegen habe ich ausschließlich positive Rückmeldungen bekommen“, berichtet er. Sein Autohaus eingerechnet haben insgesamt zehn Händler ihre Wagen von neun Marken ausgestellt. „Dadurch blieb leider in der Sudetenstraße nur wenig Platz für die Vereine, die sonst dabei gewesen sind“, bedauert Billion.

Bitte Platz nehmen: Leona (1) unternahm eine Testfahrt mit dem Bobbycar.

Ein Dauerbrenner auf der Geretsrieder Autoschau ist die Grillstation des Motorsport-Clubs. Heuer ist der Ansturm auf Bratwurst, Currywurst und Fischsemmeln so groß, das bereits am Samstagmittag eine neue Gasflasche besorgt werden muss. „Die Leute nehmen das auch am neuen Standort an“, bestätigt MSC-Mitglied Renate Korndörfer den Eindruck ihrer Kollegen.

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Im Schatten spendenden Zelt, das der MSC aufgebaut hat, finden sich viele Besucher, die bei einem kühlen Getränk eine Auszeit von den sommerlichen Temperaturen nehmen. Das Geld, das die Motorsportler mit dem Verkauf einnehmen, fließt vor allem in die Jugendarbeit des Vereins. Während Korndörfer einen hungrigen Besucher versorgt, berät Florian Billion einen Kunden. „Seit 10 Uhr in der Früh kommen Leute und schauen sich das an“, freut er sich.

Auch in puncto Verkehr gibt es keine Probleme: Ein Teil der Sudetenstraße, zwischen beiden Kreuzungen mit dem Breslauer Weg, ist für das Wochenende gesperrt worden. „Die Polizei und der Bauhof waren da aber sehr kooperativ, und das lief völlig problemlos“, berichtet Billion. Er plädiert für eine Neuauflage der Mobilitätstage am neuen Standort. „Wenn wir die Autoschau so lange pausieren lassen, bis wir wieder an den Karl-Lederer-Platz dürfen, dann stirbt diese Veranstaltung“, sagt er. Bei dem Erfolg der Mobilitätstage wäre das für Aussteller und Besucher schade.

Dominik Stallein

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