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Bejubelte Jubiläumskonzerte: Freitag, Samstag und Sonntag feierten die „Mixed Voices“ mit alten und neuen Fans in der Aula des Geretsrieder Gymnasiums.

Zum 25. Geburtstag

So schön waren die Jubiläumskonzerte der Mixed Voices 

Das Geretsrieder Vokalensemble Mixed Voices besteht bereits seit 25 Jahren. Zum Geburtstag gab es gleich drei Jubiläumskonzerte - als Geschenk für die Zuhörer und die Sänger selbst. 

Geretsried – „So soll es sein, so kann es bleiben. So hab’ ich es mir gewünscht. Alles passt perfekt zusammen“: Es ist, als würde der Songtext der Gruppe „Ich und Ich“ den 20 Sängerinnen und Sängern auf der Bühne mit ihrem Dirigenten Roland Hammerschmied aus dem Herzen sprechen. Die „Mixed Voices“ gaben am Freitag, Samstag und Sonntag im Gymnasium gleich drei grandiose Jubiläumskonzerte.

Kaum jemand hätte sich 1992 bei der Gründung des Vokalensembles vorstellen können, dass es so lange bestehen bleibt, meinte Hammerschmied nach zwei Eingangsliedern. Er dankte der mittlerweile auf die doppelte Mitgliederzahl angewachsenen Gruppe für „die tolle Zusammenarbeit“ und den Besuchern in der voll besetzten Aula für ihre Treue. Viel mehr Worte wollte der Geretsrieder Kulturpreisträger, der in diesen Tagen seinen 50. Geburtstag feierte, nicht verlieren. Schließlich stand ein ganzer Schwung an Hits und Evergreens, die den Chor in den vergangenen 25 Jahren begleitet hatten, sowie zahlreiche neu einstudierte Stücke auf dem Programm.

Jedes Lied hat eine Geschichte

Zu den meisten gab es eine kleine Geschichte zu erzählen. So ist „Lonesome Road“ von den King’s Singers das Lieblingslied von Ulrich Vieweg. Er hat es umbenannt in „Cowboy“ – weil Vieweg dabei immer an den einsam reitenden Lucky Luke denkt. Bei „Africa“ von Toto legte Hammerschmied mit seiner kräftigen Bassstimme einen Soloauftritt hin. Immer wieder drehte er sich auch bei anderen Nummern zum Publikum um und sang selber mit.

Applaus gab es für die Soli von Kerstin Schenk und Simone Drisch. Beide gehören neben Sigrid Bauer, Elisabeth Jackel und Doris Sindel dem reinen Frauenquintett innerhalb der „Voices“ an, das ein kurzes Zwischenspiel gab. Von Hammerschmied auf den Bongos begleitet, deckten die Fünf den lateinamerikanischen Teil des Abends ab. Eine Premiere präsentierte die Abspaltung von ebenfalls fünf Männern mit dem von Alexander Müllejans geschriebenen Chorsatz zu „Sound of Silence“. Hier kam noch einmal ein Instrument, genauer gesagt die Gitarre, dezent zum Einsatz.

Auch Ehemalige singen mit

Ansonsten benötigte die A-Cappella-Vereinigung keine Begleitung. Die Trommeln bei „Africa“ wurden perfekt von Stimmen imitiert. Beim getragenen Volkslied „Es führt über den Main“ glaubte man, die Geigen im Hintergrund zu hören. Bei diesem gesanglich anspruchsvollen Stück mit sehr hohen Tönen zeigte sich das ganze Können der Laiensänger(innen). Beim fetzigen „Girls, Girls, Girls“ ersetzte Fingerschnippen den Beat. Nur einmal griffen die 20 Frauen und Männer zum Textheft: beim klangschönen und wunderbar homogen vorgetragenen „Sommerpsalm“ auf Schwedisch.

Die Fans fanden viele ihrer Lieblingshits aus den Bereichen Schlager, Pop und Rock wieder – wie am Applaus zu erkennen war. „Engel“, „Nothing’s Gonna Change“ und „Who Put the Bomp“ gehörten dazu. Der Chor selbst schenkte sich zum Geburtstag wiederum einen seiner Favoriten: die Call-Center-Persiflage „Drück die Eins“ von Annett Louisan. Zum Schluss bat Hammerschmied ein knappes Dutzend Ehemaliger auf die Bühne. Zusammen gab man die Klassiker „Lass mich Dein Badewasser schlürfen“ und den nur aus Silben bestehenden „Zottelmarsch“ zum Besten.

In der Anfangszeit hätte der Chorleiter bei dem Ruf nach einer Zugabe bescheiden vorgegeben, darauf nicht vorbereitet zu sein. Nach 25 Jahren Konzerterfahrung mit Auftritten in ganz Europa und sogar Indien reichte das Repertoire am Wochenende natürlich leicht für zusätzliche Stücke. Wer Lust hatte, feierte danach noch bei einem Glas Sekt im Foyer gemeinsam mit den „Mixed Voices“ das Jubiläum.

Tanja Lühr

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