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Rund 3000 Läufer gingen beim 12. Oberland-Firmenlauf am Dienstagabend auf der Egerlandstraße an den Start.

Erstmals an der Egerlandstraße

So war der 12. Oberland-Firmenlauf

Dort wo sonst der Start-Ziel-Bereich des Oberland-Firmenlaufs ist, befindet sich derzeit Geretsrieds Großbaustelle. Deswegen spielte sich das Geschehen heuer an der Egerlandstraße ab - zunächst zur Sorge des Veranstalters.

Oberland-Firmenlauf in Geretsried: Die schönsten Fotos

Geretsried Mit gemischten Gefühlen blickte der durch die Folgen eines Schlaganfalls gehandicapte Veranstalter Christian Walter am frühen Dienstagabend dem Start entgegen. Nach dem Rückzug seines Partners Harald Brändle fand der Oberland-Firmenlauf erstmals unter seiner alleinigen Regie statt. Nach dem reibungslosen Ablauf und dem überwältigenden Zuspruch von Läufern und Zuschauer schien es, als wäre ihm eine zentnerschwere Last von Schultern gefallen. „Meine anfänglichen Ängste, dass es aufgrund der Verlegung auf die Egerlandstraße zu Komplikationen kommen könnte, haben sich als unbegründet erwiesen“, verriet der 52-Jährige erleichtert unserer Zeitung.

„Heiß und anstrengend, aber schön“

Rund 3000 Teilnehmer aus etwa 140 Unternehmen sowie den Schulen – so viele wie nie zuvor – fieberten der um 19.01 Uhr von Bürgermeister Michael Müller ausgelösten Startfanfare entgegen. Der Rathauschef, der sich erst kurz zuvor aus dem Krankenstand zurückgemeldet hatte, konnte nicht mitlaufen und ließ sich von Vize-Bürgermeister Hans Hopfner auf der Strecke vertreten. „Heiß und anstrengend, aber schön“, lautete das kurze Fazit des SPD-Fraktionschefs. So wie vielen Läufern gefiel ihm vor allem die im Vergleich zum vergangenen Jahr wesentlich längere Zielgerade.

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Während Sieger Christophe Chayriguet den 4,1 Kilometer langen Rundkurs in beeindruckenden zwölf Minuten und 14 Sekunden absolvierte, ließen sich andere Teilnehmer deutlich mehr Zeit und kamen erst nach einer knappen Stunde ins Ziel. Auch Rollstuhlfahrer und ein mitlaufender Hund genossen die Beifallskundgebungen der rund 4000 Zuschauer. Bei der anschließenden Siegerehrung hatte die neben dem Isar-Kaufhaus aufgebaute Bühne einige Belastungen auszuhalten, sodass einige besonders große Unternehmen beziehungsweise Schulen nur Delegationen zur Pokalübergabe schicken konnten.

Schwer, einen Weg durch die Menge zu bahnen

Nach den Auszeichnungen der fixesten Firmenmänner Christophe Chayriguet, Markus Brennauer (12:33 Minuten) und Florian Thurner (12:41) hatte es Sharon Müller sichtlich schwer, sich einen Weg durch die Menge zu bahnen. Die Penzberger Vorjahressiegerin triumphierte als schnellste Frau in einer Zeit von 14:13 Minuten vor Franziska Dempwolf (15:19) und Nina Borowy (15:40).

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Nach dem Ehrungsmarathon eröffnete Bürgermeister Müller mit Einbruch der Dunkelheit die Läuferparty. DJ Peter Fischer von Radio Alpenwelle, die Moderatoren Peter Maisenbacher und Roland Balzer sowie die Verkäufer an den Gastronomieständen freuten sich über regen Zuspruch.

Eine erfreuliche Bilanz zog am Ende auch Benno Schreiter vom BRK-Kreisverband. „Wir haben nur 16 Patienten wegen kleiner Beschwerden wie zum Beispiel Kreislaufproblemen behandeln müssen, ernste Unfälle blieben aus“, berichtete er. Christian Walter dachte derweil schon an eine Neuauflage im kommenden Jahr. „Dann wird es sicher wieder einen Oberland-Firmenlauf geben“, kündigte er an.

Hier finden Sie alle Ergebnisse.

Peter Herrmann

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