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Von Geretsried nach München mit dem Schnellbus: Diese Idee hat Andreas Wagner ins Spiel gebracht.

„Ich will mich dafür einsetzen“

So will Bundestagsabgeordneter Wagner ein großes Geretsrieder Problem lösen

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Die S-Bahn-Verlängerung lässt auf sich warten. Deswegen bringt Bundestagsabgeordneter Wagner eine Idee ins Spiel, die sich schneller umsetzen lassen könnte. Und erntet durchaus positive Reaktionen.

Geretsried – Mit dem Schnellbus vom Geretsrieder Rathaus bis zum Zentralen Omnibus-Bahnhof in München – auf direktem Weg, ohne Zwischenstopps oder Umsteigen. Diese Idee verfolgt Andreas Wagner. Der Abgeordnete der Linken im Bundestag hat eine entsprechende Diskussion auf seiner Facebook-Seite initiiert.

„Ich bin überrascht, wie positiv der Gedanke aufgenommen wird“, sagt der Geretsrieder im Gespräch mit unserer Zeitung. Das zeige ihm, dass es sich lohnt, die Einführung eines Schnellbusses näher zu prüfen und die entsprechenden Stellen ins Boot zu holen. „Ich will mich dafür einsetzen“, verspricht Wagner.

Den Anstoß für den Vorschlag gab ein nächtliches Erlebnis in der S-Bahn. Ende Juli fuhr der Abgeordnete von einer Veranstaltung in Passau nach Hause – wie immer auf dem Schienenweg. „Kurz vor Mitternacht bin ich in München in die S-Bahn gestiegen“, berichtet Wagner. In Solln stoppte der Zug, und alle Fahrgäste mussten aussteigen – Stellwerkstörung. „Es war unklar, ob noch eine S-Bahn kommt und es gab auch keinen Schienenersatzverkehr.“ Die Gestrandeten teilten sich schließlich ein Großraumtaxi nach Wolfratshausen.

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Andreas Wagner Der Geretsrieder sitzt seit knapp einem Jahr für die Linken im Bundestag.

Natürlich löst ein Schnellbus solche Probleme nicht. „Ich habe zusätzlich die DB Regio angeschrieben und um einen Gesprächstermin gebeten“, erklärt Wagner. Wer nach Höllriegelskreuth oder Icking müsse, werde weiterhin die S-Bahn aus Wolfratshausen nehmen. Doch für diejenigen, die auf direktem Weg von Geretsried nach München wollen, wäre ein Schnellbus eine praktikable Lösung. „Wir brauchen verschiedene Angebote“, so der 46-Jährige.

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Der Schnellbus könnte die S-Bahn angesichts steigender Pendlerzahlen entlasten. Zudem würden weniger Menschen aus Geretsried mit dem Auto zum Wolfratshauser Bahnhof fahren. Dass so eine direkte Busverbindung eine „gute Sache“ ist, hat Wagner während seiner Ausbildung als Werkzeugmacher herausgefunden. Damals hatte das Werk der Firma Zettler in Geretsried geschlossen und die Mitarbeiter konnten gemeinsam zu ihrem neuen Arbeitsplatz in München fahren.

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Wagner schwebt eine Einbindung in die Tarifstruktur des MVV vor. Wenn sich ein solcher Schnellbus realisieren würde, könnte man bei einem Probebetrieb testen, ob das Angebot attraktiv ist und angenommen wird.

Auf Facebook stößt Wagners Gedanke auf Zustimmung. Innerhalb einer Woche erntete er rund 130 positive Reaktionen. Mehrfach wurde sein Post geteilt. In den knapp 50 Kommentaren finden sich aber auch kritische Töne. „Ich würde mir erstmal eine Konzeption wünschen. Die würde zur Bedarfsermittlung sicherlich auch wieder Jahre dauern“, schreibt beispielsweise Manuel S.. Andi B. sieht in der Idee nur einen geringen Trost für die ausstehende S-Bahn-Verlängerung nach Geretsried.

sw

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