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Kicken zum Ausgleich: Die QFS-Geschäftsführer Dr. Martina Schmid, Karlheinz Kellerer und Gregor Schmid.

Dörte-Sambraus-Preis

Software-Firma mit Herz

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Der Dörte-Sambraus-Preis geht an das Unternehmen QFS aus Geretsried. Die Firma beschäftigt sich mit Software - und legt wert auf soziales Engagement.

Geretsried/Wolfratshausen – Die Spezialisierung der Firma lässt es nicht direkt erahnen: Doch in der Philosophie des Unternehmens Quality First Software (QFS) stehen Familien und vor allem Kinder im Mittelpunkt. Für ihr unermüdliches Engagement wird das Geretsrieder Unternehmen, das Software zum automatischen Testen von grafischen Benutzeroberflächen entwickelt, mit dem 22. Dörte-Sambraus-Preis der Brochier-Kinderfonds-Stiftung zugunsten der Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe ausgezeichnet.

Die drei QFS-Geschäftsführer Gregor Schmid, Ehefrau Dr. Martina Schmid und Karlheinz Kellerer leben die Firmenphilosophie vor. „Ich habe von zuhause Werte vermittelt bekommen, die ich im Prinzip mit meinem Handeln ganz automatisch umsetze“, erklärt Dr. Martina Schmid. Sie ist Jüngste von acht Geschwistern. „Gute Noten allein befriedigen nicht.“

Ehepaar Schmid gibt zwei Kindern ein Zuhause

Für QFS ist es ganz normal geworden, jährlich fünf Prozent des Gewinns möglichst breit gefächert an verschiedene Hilfsorganisationen zu spenden. Eine davon ist die Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe, zu deren festen Unterstützern das Unternehmen seit sieben Jahren gehört. Die Schmids besuchten die Einrichtung in Lengenwies und waren begeistert von der Arbeit, die dort geleistet wird.

Das soziale Engagement gehört beim Ehepaar Schmid auch privat zum Alltag. Als ihnen eigener Nachwuchs verwehrt blieb, beschlossen sie, zwei anderen Kindern ein liebevolles Zuhause in dem bunt angemalten Haus an der Tulpenstraße in Geretsried zu bieten. „Nun gehören zu unserer Familie ein Adoptivsohn und eine Tochter in Dauerpflegestelle.“

QFS zahlt Kindergartenplätze für Mitarbeiter-Familien

Außerdem bringt sich Dr. Martina Schmid in ihrer Freizeit seit 2012 ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe ein. Selbstverständlich für die Geretsriederin: „Ich war der Ansprechpartner für die ersten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen“, sagt sie. „Viele hatten sich aus Angst vor Heimen selbst älter gemacht.“ Schmid organisierte auch die erste landkreisweite Helferkonferenz und die Ausstellung „Menschenrechte – illustriert für Kinder“, die im Oktober 2010 im Geretsrieder Rathaus zu sehen war.

QFS versucht, die soziale Einstellung an die 13 Mitarbeitern weiterzugeben. „Bei uns zählt nicht nur der Kunde, sondern auch der Kollege mit seiner Familie.“ Der Arbeitsalltag beginnt bei der vor über 15 Jahren gegründeten Firma mit einem gemeinsamen Espresso in der Küche, im Sommer wird auch mal Tischtennis oder bei schlechtem Wetter Tischfußball gespielt. Sogar der Platz für ein Mittagsschläfchen ist vorhanden. Ist ein Familienangehöriger krank? Kein Problem – Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist bei QFS selbstverständlich.

Die Bezahlung von Kindergartenplätzen übernimmt das Unternehmen ebenfalls. „Wir sind wie eine große Familie“, betont Dr. Schmid. „Bei uns darf man Mensch sein. Soziales Miteinander steht bei uns an erster Stelle.“ Auch wenn QFS das Engagement nicht gerne an die große Glocke hängt, bleibt so viel Einsatz nicht unbemerkt. 2010 wurde der Firma der Anerkennungspreis des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen für „vorbildliches, nachhaltiges und familienfreundliches Wirtschaften“ verliehen.

Preisverleihung

Die Verleihung des Dörte-Sambraus-Preises findet am Samstag, 25. November, um 17 Uhr im Krämmel-Forum am Hans-Urmiller-Ring 46a in Wolfratshausen statt. Laudatorin ist Geretsrieds Altbürgermeisterin Cornelia Irmer, die musikalische Umrahmung übernehmen die NouWellCousines. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

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