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Bei der Ausstellungseröffnung entdeckten die Besucher bekannte Produkte. 

„Kann Spuren von Heimat enthalten“

Sonderausstellung im Geretsrieder Stadtmuseum noch bis Ende September

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Die Wanderausstellung „Kann Spuren von Heimat enthalten“ zu den Themen Essen und Trinken im Museum der Stadt Geretsried ist noch bis Samstag, 30. September, zu sehen.

Geretsried – Eine Sonderausstellung im Museum der Stadt Geretsried beschäftigt sich mit für die Menschheit essenziellen Dingen: Essen und Trinken. Laut Anita Zwicknagl vom Kulturamt haben die Ausstellung „Kann Spuren von Heimat enthalten“ bislang 220 Besucher gesehen. Bis Ende des Monats sind die Exponate noch ausgestellt, und Zwicknagl kann einen Besuch der Ausstellung nur empfehlen – weil man viele Dinge einfach aus dem Supermarktregal kennt.

Leihgabe vom Haus des Deutschen Ostens

Die Wanderausstellung ist eine Leihgabe vom Haus des Deutschen Ostens (HdO) in München, und Geretsried ist die erste Station. Sie zeigt, wie sehr Essen und Trinken Ausdruck von Identität sind. Zu sehen sind etwa 50 Produktverpackungen, Kurzbiografien der Hersteller sowie Tafeln mit Herkunftsregionen und landestypischen Eigenheiten. Es geht um Karlsbader Oblaten, Budweiser Pils, Breslauer Gurkenhappen, die Pommerngans und das schlesische Himmelreich. Einige der Lebensmittelbetriebe existieren nicht mehr – wie der von Ernst Müller. Die Firma produzierte Backzutaten und Gewürze. 2004 stellte das ehemalige Karlsbader Unternehmen den Betrieb ein. Die Marke Müller gibt es hingegen noch.

Viele Betriebe existieren heute noch

Zu einem internationalen Konzern hat sich eine Seifensiederei aus Böhmen entwickelt: Die Rede ist von Unilever, einem der größten Hersteller von Verbrauchsgütern. Auch die Firma Schneekoppe gibt es noch. Sie wurde 1927 als Versandhandel für Leinsamen und -öl von Fitz Koppe im Riesengebirge in Schlesien, am Fuße des Bergs Schneekoppe, gegründet. 1945 siedelte sich der Betrieb in Bremen an. In den 1960er-Jahren begann man damit, spezielle Produkte für Diabetiker zu vertreiben. Als erster deutscher Händler hatte Schneekoppe Müsli im Programm. Heute verläuft übrigens die tschechisch-polnische Staatsgrenze über den Berggipfel.

Bereits 1834 wurde die Fleischerei Rügenwalde in Pommern gegründet. Ab 1903 stellte Carl Wilhelm Gottfried Müller – Firmenchef in dritter Generation – die bekannte Rügenwalder Teewurst her. Seine Ehefrau Alwine entwarf das heute noch verwendete Logo mit den Wurstflügeln. 1945 floh die Familie nach Niedersachsen und gründete die Firma dort neu. Mittlerweile gibt es das Familienunternehmen in der sechsten Generation. Der Betrieb ist einer der größten Arbeitgeber der Region.

Öffnungszeiten

Die Sonderausstellung „Kann Spuren von Heimat enthalten“ ist noch bis Samstag, 30. September, im Stadtmuseum an der Graslitzer Straße zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag von jeweils 14 bis 16 Uhr sowie Donnerstag von 17 bis 19 Uhr.

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