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Die Bürgerinitiative „Zukunft. Perspektive. Geretsried“ will Geretsried mit den Bürgern gestalten: (v. li.) Pensionär Werner Schote, Steuerberater Wolfgang Fröhlich, Rechtsanwalt Dr. Jens Becker-Platen, Ex-Gymnasiallehrer Gerhard Vogel, Wirtschaftsprüfer Michael Josifescu und Unternehmensberater Stephan Heinle.

SPD-Stadtgespräch 

SPD-Mitglieder halten Bürgerinitiative „Zukunft. Perspektive. Geretsried“ für überflüssig 

Ist die neue Bürgerinitiative überflüssig? Einzelne SPD-Mitglieder äußerten beim Stadtgespräch ihre Meinung über die Bürgerinitiative „Zukunft. Perspektive. Geretsried“.

Geretsried – Die SPD hält die neu gegründete Bürgerinitiative „Zukunft. Perspektive. Geretsried“ für überflüssig. Zumindest äußerten sich die fünf anwesenden Mitglieder mit Ausnahme des Ortsvorsitzenden Martin Bruckner beim Stadtgespräch im Café Waldmann am Sonntag in dieser Richtung.

Genügend Möglichkeiten, sich „aus erster Hand zu informieren“

„Man kann ja gerne solche para-kommunalpolitischen Veranstaltungen durchführen“, meinte Stadtrat Wolfgang Werner zu dem vor gut einer Woche von Stephan Heinle organisierte Austauschforum mit rund 60 Bürgern (wir berichteten). Es gebe jedoch genügend Möglichkeiten, sich „aus erster Hand“ in der Bürgerversammlung und an den politischen Stammtischen zu informieren. In der Bürgerversammlung habe man sogar die Möglichkeit, direkt mit Bürgermeister Michael Müller und seinen Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Anträge aus der Versammlung müssten im Stadtrat behandelt werden. Leider würden die Angebote kaum angenommen. Edith Peter pflichtete ihrem Stadtratskollegen bei. „Wir brauchen keinen Mittler zwischen Bürgern und Politik“, meinte sie.

Enttäuscht zeigten sich die Genossen über das negative Ergebnis der neuerlichen Geothermie-Bohrung. Die Stadt müsse jetzt ihr Klimaschutzkonzept von 2009 überarbeiten, sagte Werner. Edith Peter fordert „Insellösungen“, aber nicht nur große Hackschnitzel-Heizanlagen. Wolfgang Kohler würde sich mehr Fotovoltaik auf öffentlichen und privaten Gebäuden wünschen. Werner erinnerte daran, dass das Eisstadiondach stellenweise mit Solarplatten bestückt werde.

SPD mahnt zu gründlicher Planung

Beim Blick auf die anstehenden Großprojekte mahnen die Sozialdemokraten zu einer gründlichen Planung. Die Tiefgarage unter der Egerlandstraße bedeute einen gewaltigen Einschnitt. Die Ein- und Ausfahrtsituation müsse deshalb gut durchdacht sein. Den sozialen Wohnungsbau auf dem ehemaligen Lorenz-Areal begrüßen sie, weisen jedoch darauf hin, dass die Infrastruktur rechtzeitig geschaffen werden müsse. „Man sollte die Isardamm-Grundschule im Vorfeld erweitern“, sagte Peter. Sportreferent Werner sind Freizeitmöglichkeiten wie Bolzplätze und Sportstätten wichtig.

Für 2018 hat sich der Ortsverband vorgenommen, mehr Veranstaltungen anzubieten. Besonderes Augenmerk will man auf den Ortsteil Stein richten, wo die AfD bei der Bundestagswahl die meisten Stimmen innerhalb Geretsrieds bekommen hat. Stadträtin Peter blickte schon auf die nächste Bürgermeisterwahl im Jahr 2020. Die SPD sollte wieder einen Kandidaten ins Rennen schicken, findet die Genossin. tal

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