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Zu Gast in Geretsried: Der Bundestagsabgeordnete Klaus Barthel (li.) stellte dem Geretsrieder Ortsverein das Bundes-Wahlprogramm der SPD vor. 

Jahresversammlung

SPD will auf Bürger zugehen

Die Geretsrieder SPD will mit den Bürgern ins Gespräch kommen: Über das Programm für die Bundestagswahl und über die Wohnbauprojekte in der Stadt. Beides waren Themen bei der 60. Jahresversammlung des Ortsvereins in den Ratsstuben.

Geretsried – Klaus Barthel, der nicht mehr als Wahlkreiskandidat antritt, besuchte die Geretsrieder Genossen zum letzten Mal als Bundestagsabgeordneter. Im Gepäck hatte er das Regierungsprogramm und fasste die 88 Seiten zusammen. „Soziale Spaltung führt zu politischer Spaltung“, sagte Barthel. Er forderte angesichts des G20-Gipfels neue Regeln auf der Welt. Und die SPD müsse bei sich selbst anfangen. Daher setze sich die Partei auf Bundesebene unter anderem für Bildungschancen, ein mindestens gleichbleibendes Rentenniveau und Gerechtigkeit in der Arbeitswelt ein. „Wir sind auch für einen investitionsfähigen Staat zugunsten von Kitas einer besseren Infrastruktur. Das hilft allen mehr, als wenn jeder zehn Euro mehr in der Tasche hat“, so Bartl.

Nach seiner Ansprache diskutierte der scheidende Abgeordnete mit den über 20 anwesenden Parteimitgliedern – lässig zurückgelehnt auf seinem Stuhl, als gehöre er genau dorthin. Wobei das Programm auf Zustimmung stieß. „Damit können wir uns auf der Straße blicken lassen, das ist keine Spinnerei wie bei anderen Parteien“, sagte Stadtrat Wolfgang Werner.

Ortsvorsitzender Martin Bruckner blickte auf das vergangene Jahr zurück. Beim ersten Stadtgespräch zum Karl-Lederer-Platz habe Aufbruchstimmung und Euphorie geherrscht. „Im März ist sie gekippt“, so Bruckner. Das nahm Stadtrat Walter Büttner zum Anlass und forderte, in Stadtgesprächen positiv herauszustellen, dass Wohnungen für viele in Geretsried geschaffen werden. „Der Karl-Lederer-Platz ist erst der Anfang von drei Vorhaben, die zusammengehören.“ Mit Blick auf die Egerlandstraße und die Banater Straße dürfe man sich nicht wieder in die Defensive schieben lassen. Dem schloss sich Hans Hopfner, Zweiter Bürgermeister, an: „Ich würde mir wünschen, dass die Bürger von Anfang an ihre Ideen einbringen und nicht erst am Schluss, wenn das Kind quasi schon in den Brunnen gefallen ist.“ Susanne Weiß

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