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Gut gesichert durften die Kinder auf der Drehleiter nach oben. Darüber hinaus war noch einiges geboten.

Tag der offenen Tür

Spektakuläre Leistungsschau der Feuerwehr Geretsried 

Geretsried - Der Tag der offenen Tür der Geretsrieder Feuerwehr war bestens besucht. Für die Gäste gab es ein buntes Programm.

Zu einem Tag der offenen Tür hatte die Freiwillige Feuerwehr Geretsried eingeladen. Bevor die Bürger das Gelände an der Elbestraße besichtigen durften, segnete Diakon Klemens Irmer zwei Einsatzfahrzeuge. „Die neuen Wechsellader wurden bisher nur zu Ausbildungszwecken verwendet und stehen uns nun für Notfälle zur Verfügung“, erklärte Löschmeister Thomas Kinkal zufrieden.

Nach diesem Festakt füllte sich das Gelände rasch. Begleitet von der Gartenberger Bunkerblasmusik ließen sich die Besucher Weißwürste, Brezen oder Schweinsbraten mit Kartoffelsalat schmecken. Derart gestärkt nahmen die Kinder an der Feuerwehr-Olympiade teil: Wer alle sieben Prüfungen gemeistert hatte und unter anderem schwindelfrei auf eine Leiter gekraxelt war, durfte sich bei der Jugendfeuerwehr einen Preis abholen.

Explosionen, Führungen und Rundfahrten - für das Publikum war einiges geboten.

Spektakulär war die simulierte Explosion einer Spraydose, die einen großen Feuerball erzeugte. Auf große Resonanz stieß zudem die von Kommandant Martin Kagerer angebotene Führung durch die verschiedenen Räume des Gerätehauses. In der Atemschutzwerkstatt erklärte er die Bedeutung der Geretsrieder Stützpunktfeuerwehr „Neben den üblichen Gefahrenpotenzialen wie Altenheimen, Kindergärten und Schulen ist Geretsried Standort für mehrere Chemie- und Industriebetriebe. Derzeit unterliegen zwei Betriebe der Störfallverordnung und haben aufgrund ihrer Produktionsgüter ein erhöhtes Gefahrenpotenzial“, berichtete Kagerer. Die etwa 85 aktiven Feuerwehrleute haben zwischen 200 und 300 Einsätze im Jahr zu bewältigen. „Da ist es schon notwendig, dass die Atemschutzgeräte nach jedem Einsatz gewartet und gereinigt werden“, unterstrich Kagerer.

Mit Gottes Segen: Diakon Klemens Irmer weihte die neuen Wechsellader der Wehr.

Kaum hatte er seinen Vortrag beendet, zeigten die Cheerleader des ESC Geretsried ihre akrobatischen Einlagen. Nicht minder sehenswert war eine anschließende Modenschau. Die Einsatzkräfte präsentierten sich auf dem Laufsteg nicht nur in historischen Feuerwehranzügen, sondern schlüpften auch in Chemie- oder Insektenschutzanzüge. „Das sind Ganzkörperpräservative – die lassen nichts rein und nichts raus“, kommentierte ein Feuerwehrsprecher das futuristisch anmutende Outfit. Über diesen Witz lachte auch Bürgermeister Michael Müller, der früher selbst zwölf Jahre lang bei der Geretsrieder Feuerwehr aktiv war.
 
Am Ende des sehr gut besuchten Tages der offenen Tür fanden nicht nur Speisen und Getränke, sondern auch die zum Verkauf angebotenen Kinder-Feuerwehrhelme reißenden Absatz. Dass in ganz Gartenberg an diesem Sonntag laute Sirenen zu hören waren, lag natürlich an den vielen kostenlosen Rundfahrten, die manch ein Knirps gleich zwei Mal in Anspruch nahm.

Peter Herrmann

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