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Ehre, wem Ehre gebührt: (v. li.) THW-Ortsvorsitzender Erich Schöftlmair und Kreisvorsitzender Manfred Bock verliehen Axel Sabisch, Michaela Niemetz und Florian Lehner das Helferzeichen in Gold.

Spektakulärer Einsatz an der Isar

THW: 19.000 Stunden im Einsatz

Ob Hochwasserschutz, die Versorgung von Unfallopfern oder die Bergung eines Radladers aus der Isar – der Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) hat im vergangenen Jahr erneut seine Vielseitigkeit bewiesen.

Geretsried – Ortsvorsitzender Erich Schöftlmair sprach in seinem Jahresrückblick von rund 12 500 geleisteten Stunden. Rechnet man die rund 6500 Stunden der Jugendgruppe hinzu, sind es sogar 19 000. Diesen Einsatz würdigten in der jüngsten Jahresversammlung unter anderem der CSU-Landtagsabgeordnete Martin Bachhuber, Geretsrieds Vize-Bürgermeister Hans Hopfner sowie der THW-Kreisvorsitzende Manfred Bock. Bachhuber lobte in seiner Ansprache nicht nur die spektakulären Einsätze, sondern auch die Arbeiten, die der Öffentlichkeit meist verborgen bleiben. Dazu zählen zum Beispiel das Fahrsicherheitstraining auf dem ADAC-Gelände in Augsburg und die nun abgeschlossene Umstellung auf den Digitalfunk.

Einsatzkräfte mussten sich auch noch beleidigen lassen

Umso unverständlicher ist es, dass THW-Einsatzkräfte teilweise beleidigt und tätlich angegriffen werden. Passiert ist dies laut Schöftlmair bei Straßensperrungen im Umfeld des Geretsrieder Stadtlaufs und des Oberland Firmenlaufs. „Das ist ein negativer gesellschaftlicher Trend, der sich auch bei der Feuerwehr oder dem Roten Kreuz bemerkbar macht“, sagte der Ortsvorsitzende. Das Einsatzgebiet des THW Geretsried geht über die Landkreisgrenzen hinaus. So waren die Helfer 2016 auch in Polling und Huglfing im Hochwasserschutz engagiert. Das Befüllen von Sandsäcken ließ sich mit einer besonderen Maschine beschleunigen. Vorgeführt wurde diese Errungenschaft beim Tag der offenen Tür im Sommer. Besonders aufwändig gestaltete sich die Bergung eines gestohlenen Radladers aus der Isar bei Geretsried (wir berichteten). In Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Polizei und DLRG konnte das gestohlene Fahrzeug aus dem Fluss geborgen und wieder fahrtüchtig der Baufirma übergeben werden.

Nicht so oft im Fokus der Öffentlichkeit, aber hervorragende Arbeit

„Das THW steht oft nicht so im Fokus der Öffentlichkeit, leistet aber hervorragende Arbeit“, lobte Vize-Bürgermeister Hopfner. Damit dies so bleibt, stellt die Bundesregierung den Ortsverbänden in den kommenden Jahren insgesamt 100 Millionen Euro für die Beschaffung von modernen Fahrzeugen und Geräten zur Verfügung. Zudem soll mehr Personal eingestellt werden.

Schöftlmair: „Wir wollen noch mehr Helfer gewinnen“

„Wir wollen in diesem Jahr noch mehr Helfer gewinnen“, kündigte Schöftlmair an. Derzeit engagieren sich im Ortsverband 54 aktive Helfer und 14 Junghelfer. Was letztere geleistet haben, zeigte der neue Pressesprecher Felix Steinberger anhand eines bilderreichen Vortrags. So lernen die Kinder und Jugendlichen bereits ab zehn Jahren den Umgang mit den Rettungsgeräten und freuten sich im vergangenen Jahr auch über eine einwöchige Bildungsreise nach Berlin. Kreisvorsitzender Bock verlieh abschließend das Helferzeichen in Gold an Florian Lehner und Michaela Niemetz sowie das Helferzeichen in Gold mit Kranz an Fachgruppenleiter Axel Sabisch. Für ihr langjähriges Engagement erhielten Michael Fella (20 Jahre im THW) und Johannes Feldl (zehn Jahre) Ehrenurkunden.

Von Peter Herrmann

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