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Nachgebessert hat die Stadt Geretsried in Sachen Parkplätze am Herrmann-Löns-Weg. Hier wurden die Stellflächen teilweise verschoben. Ansonsten bleibt die Verkehrsführung wie vermeldet: Der Karl-Lederer-Platz ist für Fahrzeuge außer eingeschränktem Lieferverkehr gesperrt. Alternative Parkplätze werden nach und nach geschaffen. 

Tiefgarage wird gebaut

Sperrung am Karl-Lederer-Platz muss sich noch herumsprechen

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Seit über einer Woche ist der Karl-Lederer-Platz gesperrt. Die Autofahrer müssen sich an die neue Verkehrsführung erst noch gewöhnen.

Geretsried – Die eine oder andere Gewohnheit ist schwer zu durchbrechen. Das zeigt sich in diesen Tagen am Karl-Lederer-Platz. Die erste Woche der Sperrung ist herum – über 40 Wochen stehen noch bevor. Die Geschäftsleute beobachten immer wieder, wie ein Auto über die Fahrbahn rollt, die eigentlich nur für den Lieferverkehr geöffnet ist, oder jemand falschherum in den Hermann-Löns-Weg fährt, der nun Einbahnstraße ist. Der Tenor: Die neue Verkehrsregelung am Karl-Lederer-Platz muss sich erst einspielen.

Wie berichtet ist der Karl-Lederer-Platz bis Ende November für den rollenden Verkehr gesperrt. In dieser Zeit wird die zentrale Tiefgarage der „Neuen Mitte“ gebaut. Das Zentrum ist von der B 11 kommend über die Zufahrten am Schulzentrum und Geretsried Nord erreichbar. Die Stadt hat Ersatzparkplätze geschaffen, von denen die Geschäfte weiterhin zu Fuß erreichbar sind (siehe Grafik).

„Unser aller Ziel ist, die Beeinflussung durch die Sperrung so gering wie möglich zu halten“, erklärt Thomas Loibl, Pressereferent der Stadt. Trotzdem spreche man hier natürlich von Veränderungen: neue Verkehrsführungen, veränderte Parkzonen und auch Laufwege. „All das braucht eine gewisse Eingewöhnungszeit, das war von vornherein klar“, so Loibl. In der ersten Woche seien sowohl Beschwerden als auch Anregungen im Rathaus eingegangen. „Wir sammeln momentan alle Erfahrungen, die mit der Sperrung zu tun haben und justieren – wo notwendig – Stück für Stück nach“, sagt der Pressereferent. „Unser Verkehrsplaner, unser Ordnungsamt und die Polizei stehen hier in ständigem Kontakt.“ Ein Beispiel für eine solche Nachjustierung sind die Parkplätze am Hermann-Löns-Weg, die den Bedürfnissen nochmals angepasst wurden.

Café-Lounge schließt für mehrere Wochen

Auch die Geschäftsleute am Karl-Lederer-Platz beobachten die Verkehrssituation. „Viele Leute wissen einfach noch nicht, dass sie den Parkplatz im Rathausinnenhof weiter gut erreichen können – nur eben von hinten kommend“, sagt Sarah Ulbrich von der gleichnamigen Buchhandlung. Das bestätigt auch Daniela Waal, die das Bekleidungsgeschäft „Das kleine Schwarze“ betreibt. Sie betont, dass man gerade jetzt zusammenhalten müsse. „Es wird sehr positiv aufgenommen, wenn ich meinen Kunden die Lage erkläre.“

Dass die Parkplatzsuche für die Gäste gewöhnungsbedürftig ist, sagt Jutta Waldmann von Waldmanns Café- Lounge. „Aber ich denke, die Leute können das händeln.“ Im Laufe des Jahres wird die Tiefgaragenbaustelle weiter ausgedehnt – bis vor Waldmanns Lokal. Die Gastronomin zieht angesichts des drohenden Lärms und Schmutz die Konsequenz. „Unter den zu erwartenden Umständen der Baustelle direkt vor unserer Tür wird es uns nicht möglich sein, die Erwartungen unserer Kunden zu erfüllen“, sagt sie. Waldmanns Café- Lounge werde daher zwischen April und voraussichtlich Ende Juni am Karl-Lederer-Platz geschlossen sein. „Wir öffnen dafür an der Sudetenstraße auch dienstags“, sagt Waldmann.

Gegenüber hat ein Geschäft derzeit bereits geschlossen: Ernsting’s Family. Das habe allerdings nichts mit der Baustelle zu tun, erklärt Jan Henne, der in der Pressestelle des Unternehmens für das Filialnetz zuständig ist. „Wir bringen das Interieur auf den neuesten Stand.“ Die Wiedereröffnung ist für den 26. Januar geplant.

Stadtbus

Der Stadtbus fährt statt über den Karl-Lederer-Platz über den Geltinger Weg. Die Haltestelle „Rathaus“ wird in diesem Zeitraum nicht angefahren, die nächsten Haltestellen sind „Graslitzer Straße“ und „Fasanenweg“. Die Stadt bittet, die Aushänge an den Haltestellen und in den Bussen zu beachten.

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