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Teilerfolg: Gegen Nürnberg gelang Gastgeber Geretsried (li.) ein 12:6-Sieg. Mehr als Platz elf war aber nicht drin.

Ultimate Frisbee

Sportsgeist gewinnt

Geretsried – Premiere in Geretsried: 14 Mixed-Teams kämpften erstmals um die Bayerische Indoor-Meisterschaft im Ultimate-Frisbee – darunter auch die Lokalmatadore von „Friss die Frisbee“. Die Geretsrieder waren gleich mit zwei Mannschaften, darunter ein U 20-Team, am Start.

Für Aufsehen sorgte das Team Disc-o-Fever aus Würzburg. Mit einem 20:5 gegen Aschaffenburg untermauerten die Unterfranken früh ihre Titelambitionen. Weniger gut lief es für die Gastgeber. Nach nervösem Beginn geriet das Team gegen die „Tiefseetaucher“ aus München in Rückstand. Trotz einer imposanten Aufholjagd musste sich das heimische Team schließlich mit 11:12 geschlagen geben – eine Blaupause für die aus Sicht der Geretsrieder unglücklich verlaufende Vorrunde. Denn auch gegen die „Schwabinger Frisbee Buam“ und „Hormonspaß Augsburg“ war das Glück nicht auf Geretsrieder Seite. Trotz des 12:6-Erfolgs gegen die späteren fünftplatzierten „NextGen Nürnberg“ waren somit die Halbfinal-Chancen nach Tag eins dahin. Nach zwei weiteren Siegen und einer Niederlage reichte es am Ende für „Friss die Frisbee“ zu Platz elf.

Schwer hatte es auch der Geretsrieder Nachwuchs, der sich gegen wesentlich erfahrenere Teams behaupten musste. Nichtsdestotrotz verkaufte sich die junge Truppe ordentlich. Immer wieder gelang es ihr mit spektakulären „Dives“, so genannte Hechtsprünge, in Scheibenbesitz zu bleiben. Schlussendlich blieben die Junioren zwar an beiden Tagen ohne Sieg, „konnten aber wertvolle Erfahrung sammeln“, wie Turnierorganisator Sebastian Dorn meinte.

Nicht zu stoppen waren „Hormonspaß Augsburg“ und „Disc-o-Fever Würzburg“, denen der Finaleinzug glückte. „Das hohe Niveau beider Teams war nicht zu übersehen“, urteilte Dorn. Schwaben und Unterfranken hätten mit einem „gewaltigen Repertoire“ an Würfen geglänzt und sich so erfolgreich aus Notsituationen befreit. Die routinierten Augsburger erspielten sich mit Hilfe von perfekt platzierten langen Pässen früh einen Vorsprung. Unterstützung erhielt Würzburg von der Tribüne: Mit lautstarken „Würzburg“- und „Defense“-Sprechchören im Rücken drehte das Team nochmals auf. So gelang es ihm, seine körperliche Überlegenheit zu nutzen und auszugleichen. Augsburgs Titelträume platzten schließlich, als ein verunglückter Wurf an die Hallendecke prallte. Im Gegenzug gelang Würzburg nach einem gut platzierten Vorhandwurf das entscheidende 9:8. Ein perfekter Tag für die Unterfranken, die auch die „Spirit Wertung“ für sich entschieden. „Im Ultimate geht es nämlich nicht nur ums Gewinnen, sondern auch um einen fairen und freundlichen Umgang. Schließlich soll bei allen Beteiligten der Spaß an erster Stelle stehen“, so Dorn.

dh

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