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Vielleicht wird der Urzel das Maskottchen der Stadt? Im Rathaus gibt es dazu Überlegungen.

Es gibt 1000 Exemplare

Stadt Geretsried gibt Kinderbuch heraus: Mit dem Urzel auf Zeitreise

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Ein ganz besonderes Kinderbuch hat die Stadt herausgegeben: Mit einem kleinen Urzel geht es auf Zeitreise durch die Geretsrieder Geschichte. 

Geretsried – Wo liegt eigentlich Geretsried? Mit einer Lupe in der Hand sucht ein kleiner Urzel auf einer Karte nach dem Ort an der Isar. Diese Karte ist auf der Titelseite eines Büchleins abgebildet. Darin wird Kindern im Grundschulalter auf 48 Seiten die Geschichte der Stadt erklärt.

Das neue Kinderbuch präsentierten Bürgermeister Michael Müller, die Rathausmitarbeiterinnen Anita Zwicknagl und Ilka Dietrich-Naumann sowie die beiden Initiatorinnen des Projekts, Petra Breuer und Dr. Kaija Voss, in einem Pressegespräch im Rathaus. „Ich finde, dass das eine gelungene Sache ist“, dankte das Stadtoberhaupt allen Beteiligten. „Es ist ein nettes, schönes und anspruchsvolles Buch herausgekommen.“

Die Idee dazu hatten Petra Breuer und Dr. Kaija Voss. Die Verlegerin aus Aschheim und die Architekturhistorikerin aus Geretsried kennen sich beruflich. Breuer veröffentlichte vor ein paar Jahren in Aschheim ein ähnliches Buch. „So ein Buch braucht Geretsried“, waren sich die Frauen einig. So traten sie an die Stadt heran, und der Stadtrat bewilligte die Mittel zur Umsetzung des Projekts. Im Winter 2017 legten die Autoren los. Herausgekommen ist ein Kinderbuch mit schönen Illustrationen, Geschichten und einem Maskottchen – einem Urzel. Auch ein Fisch oder ein Baum seien als Figur im Gespräch gewesen. Aber der Urzel mit seinem Zottelkostüm sei „typisch Geretsried“, sagte der Bürgermeister. Die Urzeln gehören zu den Siebenbürger Sachsen, die am Faschingsdienstag in Geretsried einen ganz besonderen Brauch pflegen: Dann streifen sie sich ihr Kostüme über und vertreiben mit ihren Peitschen, Rasseln und Glocken die bösen Geister.

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Inhaltlich geht es in dem Buch um die Geschichte der jüngsten Stadt im Landkreis, aber auch um die Natur, die sie umgibt. „Unsere Stadt hat zwar eine junge, dafür aber sehr spannende und vielfältige Geschichte“, sagte Müller, „von der Ortsgeschichte über die Kalkgewinnung, die Pflanzen- und Tierwelt an der Isar bis hin zur Flößerei.“ Das Buch gebe den Jüngsten einen „wunderbaren und lehrreichen Einblick in die Historie ihrer Heimat“. Vertiefen lassen sich die Themen anschließend bei einem Besuch im Museum der Stadt Geretsried.

1000 Exemplare hat die Stadt drucken lassen. Sie sollen an die dritten und vierten Klassen der Isardamm- sowie der Karl-Lederer-Grundschulen verteilt werden. Gedacht ist es als Lernhilfe und Ergänzung des Heimat- und Sachkunde-Unterrichts. Außerdem ist es in der Stadtverwaltung sowie im Museum zum Preis von 7,50 Euro erhältlich. Nachdem sich die Stadt rasant verändert, plant Bürgermeister Müller in zwei Jahren eine überarbeitete Neuauflage des Büchleins. Dann wird in Geretsried 50-jähriges Stadtjubiläum und das 70-jährige Bestehen der Gemeinde Geretsried gefeiert.

Möglicherweise wird der Urzel auch das Maskottchen der Stadt. „Vielleicht führen wir das noch in unserem Marketing weiter“, verriet Rathausmitarbeiterin Dietrich-Naumann.

Mitgearbeitet

haben an dem Kinderbuch die Rathausmitarbeiterinnen Anita Zwicknagl, Ilka Dietrich-Naumann, Annette Hilpert und Inken Domany, Kulturpreisträger Dr. Otto Rothe, Isarranger Bernhard März und der Arbeitskreis Historisches Geretsried, insbesondere Arthur Zimprich, Helmut Schmidmeier und Dr. Wolfgang Pintgen.

nej

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