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Stadt Geretsried plant neue Kita an der Johann-Sebastian-Bach-Straße

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Eine Karte zeigt die Lage der geplanten Kita
Quer statt parallel: Die neue Kita an der Johann-Sebastian-Bach-Straße soll nahe des Spielplatzes am Robert-Schumann-Weg gebaut werden. © PMS-Grafik

Die neue Kindertagesstätte an der Johann-Sebastian-Bach-Straße soll ab 2024 gebaut werden. Ist sie mit zehn Gruppen zu groß? Diese Frage kam im Ausschuss auf.

Geretsried – Die Betreuungssituation in der größten Stadt im Landkreis ist seit Jahren angespannt. Abhilfe schaffen soll unter anderem eine neue Kindertagesstätte. Die Vorplanungen für den Neubau an der Johann-Sebastian-Bach-Straße laufen. Der Bau- und Umweltausschuss segnete in seiner Sitzung am Dienstag die Lage auf dem städtischen Grundstück und das Raumkonzept ab. Der Baubeginn ist für 2024 anvisiert, fertig wäre die Kita dann 2025/26.

Anders als zunächst angenommen, soll das Gebäude nicht parallel zur Johann-Sebastian-Bach-Straße stehen. „Untersuchungen haben ergeben, dass der Untergrund dort besonders schlecht ist“, erklärte Christoph Otawa vom Bauamt. Auf dem Gelände war früher eine Kiesgrube, die in den 1970er-Jahren mit Müll und Bauschutt aufgefüllt wurde. Zudem hätten die Kinder dort weniger Sonne abbekommen, weil der Garten nach Westen ausgerichtet gewesen wäre. Deswegen wird die Kita, ein länglicher Baukörper, nun im nördlichen Bereich des Grundstücks quer zur Straße geplant. Dort sei auch mehr Platz zum Bringen und Abholen der Kinder, so Otawa.

Neue Kita in Geretsried für zehn Gruppen: Ist das zu groß?

Die Größe der neuen Kita bereitete Ann-Kathrin Güner und Heidi Dodenhöft (beide Freie Wähler) Bauchschmerzen. Zehn Gruppen sollen dort unterkommen. Vorgesehen sind vier Krippengruppen mit je zwölf Kindern im Erdgeschoss und sechs Kindergartengruppen mit je 25 Kindern im Obergeschoss. In Summe würden die Einrichtung also 198 Mädchen und Buben besuchen. „Ich würde da nicht arbeiten wollen“, beklagte Güner, gelernte Erzieherin. Auch Dodenhöft meinte, sie sei als Grundschulrektorin immer für kleinere Einheiten. „Aber wir müssen die Kröte schlucken. Wir brauchen das einfach“, betonte die Stadträtin.

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Ist eine zehngruppige Kita zu groß? Das habe die Verwaltung acht Träger und weitere Personen aus dem Bereich gefragt, berichtete Rathausmitarbeiterin Stephanie Dickel dem Gremium. „Bei der Marktabfrage hat keiner gesagt, dass das zu groß ist“, betonte sie. Das Landratsamt fordere, mit zwei Leitungen zu arbeiten, ergänzte Nadine Klemt aus der Verwaltung. Entsprechend sind im Raumplan des Büros Degle Architekten aus München zwei Leiterinnenzimmer vorgesehen. Darüber hinaus soll es auf den mindestens 1104 Quadratmetern Fläche neben den Gruppenräumen eine Küche, einen Speisesaal, einen Mehrzweck-, Ruhe-, Therapie- und Kinderwagenraum geben.

Kita große Investition für Geretsried: „Das Geld müssen wir dann auch haben“

Patrik Kohlert (Geretsrieder Liste) plädierte dafür, den Kinderwagenraum nicht nur mit 20 Quadratmetern einzuplanen. „Der ist sofort voll“, sagte er. Andreas Rottmüller (CSU) sprach sich dafür aus, den Speisesaal trotz der nötigen Größe für die Kinder heimelig zu gestalten.

Im städtischen Haushalt sind in den nächsten vier Jahren insgesamt 4,2 Millionen Euro für die Kita eingeplant. Dritter Bürgermeister Gerhard Meinl, der die Sitzung in Vertretung für Rathauschef Michael Müller leitete, mahnte mit Blick auf die Stadtkasse: „Das Geld müssen wir dann auch haben, sonst bekommen wir keine Förderung.“

sw

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