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Besorgte Gesichter: Besonders die Wassersportler Terke Stapf (re.), Jugendtrainerin beim Wassersportverein (WSV 72), sowie Maiko Alpers von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG),  hörten Sportreferent Wolfgang Werner mit ernster Miene zu.

Veranstaltung "Wo drückt der Turnschuh"?

Stadt hinkt Plänen hinterher

Geretsried - "Bei manchen Projekten stockt es": Das räumte Stadtrat und Sportreferent Wolfgang Werner (SPD) am Donnerstag vor einer Reihe von Vereinsvertretern im Rathaus ein. 

Die beherrschenden Themen waren wieder Hallenbad, Eisstadion und Kunstrasenplatz: Alles Projekte, die die Stadt angehen möchte, sie aber auch viel Geld kosten. Zum in Geretsried geplanten interkommunalen Hallenbad sagte Werner: „Wir sind dem ursprünglichen Plan weit hinterher. Das haben wir uns anders vorgestellt.“ Wie berichtet konnte in diesem Jahr keine Entscheidung getroffen werden, in welcher Form das neue Bad gebaut werden soll. Die Investitionskosten von 13,3 Millionen Euro wollen sich anteilig nach Sportklassen der Landkreis, die Städte Geretsried und Wolfratshausen sowie die Gemeinden Icking, Münsing, Egling, Eurasburg, Königsdorf und Dietramszell teilen. Nach einer Wirtschaftlichkeitsberechnung müsste die Stadt Geretsried jedes Jahr über eine Million Euro zuschießen, um das Bad am Laufen zu halten. „Das können wir als Stadt alleine nicht stemmen“, sagte Werner. Ob sich die Kommunen nun auch an den Betriebskosten beteiligen „wird sich zum Jahresbeginn 2016 entscheiden“, so der Sportreferent. Außerdem sieht Werner Einsparpotenzial – beispielsweise im Verzicht auf eine Sauna. Er bat die Sportvereine um Geduld. „Wir müssen einfach abwarten.“

Alle Projekte 2016 umsetzen? Das wäre utopisch, findet Werner

Das interkommunale Hallenbad ist nicht das einzige Großprojekt, das die Stadt vor der Brust hat. Das Heinz-Schneider-Eisstadion braucht ein neues Dach und muss saniert werden. Die Fußball-Freunde Geretsried (FFG) sollen nächstes Jahr für 600 000 Euro einen Kunstrasenplatz auf ihrem Vereinsgelände am Robert Schuhmann-Weg bekommen. „Dass wir das alles im Jahr 2016 umsetzen, ist utopisch“, gab Werner zu. Es gelte nun, Prioritäten zu setzen. Als Zielvorgabe nannte Werner das Jahr 2020, bis dahin sollen aus seiner Sicht diese Maßnahmen abgeschlossen sein. „Wir können die Projekte nicht ewig schieben, das ist klar. Aber wir müssen ganz genau schauen, welche Anliegen dringend sind.“ So müssten die Piste und die Banden im Eisstadion schon vor der Grundsanierung dringend erneuert werden. „Das muss bald passieren. Damit können wir nicht bis zur Sanierung warten“, sagte Werner. Der Vorsitzende des TuS Geretsried, Stephan Heinle, äußerte den Wunsch, dass die Anliegen der Sportvereine zeitnah umgesetzt werden: „Es bringt nichts, wenn die Pläne alle in der Schublade verschwinden.“ Dominik Stallein

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