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In Geretsried hätte im Oktober der Kulturherbst stattfinden sollen.

Festival wegen Insolvenz abgesagt

Kommentar zum Kulturherbst: "Stadt ist nicht ganz unschuldig"

Geretsried - Das Bedauern nach dem kurzfristigen Aus des Kulturherbsts ist groß. Die Stadt ist nicht unschuldig am Debakel, findet Sabine Schörner. Ihr Kommentar:

Was für eine Blamage. Der Geretsrieder Kulturherbst ist abgesagt, der Veranstalter Florian Zwipf-Zaharia muss Insolvenz anmelden. Nach dem mäßigen Erfolg des Garmischer Kultursommers war er angezählt. Der Geretsrieder Kulturherbst, so sagt Zwipf-Zaharia, hat ihm das Genick gebrochen.

Sabine Schörner, Redakteurin des Geretsrieder Merkur

Das Bedauern der Stadt ist groß, doch ganz unschuldig ist sie an dem Debakel nicht. Sie wollte formal alles richtig machen und kein finanzielles Risiko eingehen. Also servierte sie ihren Festivalleiter Günter Wagner ab und legte die Veranstaltung viel zu kurzfristig in fremde Hände. Gegen eine Ausfallbürgschaft von 80 000 Euro bekam sie ein Programm von der Stange, wie man es überall findet. Mit dem Ergebnis, dass sich die Tickets nicht verkaufen ließen. Gelackmeiert sind die Künstler und alle, die schon Karten haben. Sie werden vermutlich auf den Kosten sitzen bleiben.
 
Das Ende vom Lied: Die Marke „Geretsrieder Kulturherbst“ ist nachhaltig beschädigt. Die Geretsrieder stehen als Kulturbanausen da, die auch noch Festivals des Veranstalters an anderen Orten in Gefahr bringen. Größer könnte die Blamage nicht sein.

Ein Kommentar von Sabine Schörner

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