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Die Tage des alten Hallenbads sind gezählt: Zum Jahreswechsel 2019/2020 soll das neue Schwimmbad am Schulzentrum in Betrieb gehen.

Kostenanteile berechnet

Stadt zahlt 9,4 Millionen Euro fürs neue Hallenbad

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Für das neue Hallenbad muss die Stadt Geretsried tief in die Tasche greifen: Sie trägt den Löwenanteil von 9,4 Millionen Euro. Die Partnerkommunen teilen sich 1,4 Millionen Euro.

Geretsried– Die Rechnung für das interkommunale Hallenbad liegt auf dem Tisch. In einer kleinteiligen Tabelle hat Ute Raach, Geschäftsführende Beamtin im Rathaus, die Aufteilung der Kosten berechnet und am Dienstag in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vorgestellt. Die größte Stadt im Landkreis trägt den Löwenanteil von 9,4 Millionen Euro, die beteiligten Kommunen müssen 1,4 Millionen Euro übernehmen.

Gemeinde

Anteil in Euro

Dietramszell

71.571

Egling

70.090

Eurasburg

39.487

Icking

37.513

Königsdorf

58.491

Münsing

39.487

Wolfratshausen

248.524

Landkreis

824.795

Gesamt

1.389.59

Geretsried

9.405.167

Wie berichtet hatte der Stadtrat im Oktober den Baubeschluss für das neue Hallenbad am Schulzentrum gefasst. Aufgrund der langwierigen Entscheidungsphase – Geretsried sprach sich erstmals 2010 für einen Neubau aus – wird das Schwimmbad teurer: 15,3 Millionen Euro brutto fallen an. Im Jahr 2013 war man von 11,9 Millionen Euro ausgegangen. Die ursprünglich geplante Sauna ist hier bereits herausgerechnet.

Was nach dem Baubeschluss in der Verwaltung folgte, war die Anpassung der Vereinbarung für das Gemeinschaftsbad, die nun voraussichtlich am Freitag an die Gemeinden im Nordlandkreis verschickt wird. Sprich: Die neue Kostenberechnung steht fest. Abzüglich der rund 300 000 Euro teuren Umplanungskosten für den Wegfall der Sauna bleiben 15.005.125,79 Euro Investitionskosten, die sich die Partner teilen.

Eine höhere Förderung bekommt die Stadt nicht. „Der Bedarf an Schwimmflächen hat sich nicht verändert“, erklärte Raach in der Sitzung. Die Förderung in Höhe von 4,2 Millionen Euro wird nach den Sportklassen der Kommunen aufgeteilt (Kommunen 3,4, Geretsried 0,8 Millionen Euro).

Geretsried übernimmt eine halbe Million zusätzlich

Wie viel jede Stadt und jede Gemeinde zahlt, wurde laut Raach im Verhältnis ganz zu Beginn der Beratungen zum Bauprojekt festgelegt. Demnach hätte Geretsried mit der Förderung 7,7 Millionen (64,5 Prozent), die Partner 4,2 Millionen (35,5 Prozent) der Investitionssumme von 2013 getragen. Angesichts der neuen Kostenberechnung würde eine Kostensteigerung von 26 Prozent auf die beteiligten Kommunen entfallen. „Allerdings gibt es die Festlegung, dass den Kommunen maximal eine Baukostensteigerung von 15 Prozent übertragen wird“, sagte Raach. Daher steht für Geretsried eine halbe Million Euro mehr unterm Strich. „Das ist der zusätzliche Anteil, den wir freiwillig von den Partnerkommunen übernehmen.“ Somit zahlt Geretsried nun letztlich 10, 2 Millionen (67,8 Prozent) der Investitionssumme für das Hallenbad, die beteiligten Kommunen und der Landkreis teilen sich 4,8 Millionen (32,2 Prozent).

„Mehrkosten bleiben an uns hängen“

„Was ist, wenn der Bau doch teurer wird, als die Kostenberechnung darlegt?“, wollte Volker Reeh (CSU) wissen. „Da haben wir Pech gehabt“, bekam er aus dem Gremium zur Antwort. Vize-Bürgermeister Hans Hopfner, der die Sitzung stellvertretend für Michael Müller leitete, sagte: „Dann bleiben die Mehrkosten an uns hängen.“

Kommentar: „Es ist gut, dass der Stadtrat nicht vor dieser horrenden Summe zurückschreckt.“

Der Haupt- und Finanzausschuss stimmte der Kostenverteilung zu, die angepasste Vereinbarung wird den beteiligten Kommunen zugestellt. Sie haben der Beteiligung am interkommunalen Hallenbad bereits in einem Grundsatzbeschluss zugestimmt. Der Vertrag sei bisher nur ratifiziert, nicht unterschrieben, erläuterte Helge Balbiani-Antony, stellvertretender Geschäftsleiter im Rathaus. „Ich wüsste nicht, warum jemand aussteigen sollte“, schloss Robert Lug (Freie Wähler) und verwies auf die längere Schließung des Aschodinger Hallenbads. „Die Situation wird allgemein nicht besser.“

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