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Sehr beliebt sind die Stadtführungen, wie hier zum Thema "Bunker im Wald" mit Martin Walter. 

Auf den Spuren der Geschichte

Stadtführer für Geretsried gesucht

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Geretsried - Die Stadtführungen in Geretsried sind sehr beliebt, besonders bei Einheimischen. Um das Angebot weiter anbieten zu können, sucht die Stadt Ehrenamtliche.

Das Kleinod Nikolauskapelle, bekannte Drehorte und Bunkerreste im Wald sind beliebte Ziele bei Stadtführungen in Geretsried. Vor allem die Rundgänge mit Martin Walter zu den Bunkern haben sich zu einem echten Publikumsmagneten entwickelt. In diesem Jahr gab es allerdings nur zwei Führungen. Besteht zu wenig Nachfrage an der Geschichte Geretsrieds? Durchgeführt werden die Stadtführungen von Ehrenamtlichen, für die Koordination ist das Rathaus zuständig. „Es herrschte ein Mangel an Stadtführern“, sagt Thomas Loibl, Pressereferent der Stadt Geretsried, im Gespräch mit unserer Zeitung. Das Angebot lebe vom Engagement Freiwilliger. „Eigeninitiative wird hier groß geschrieben“, sagt Loibl. „Oft scheitert es dann leider an beruflichen oder privaten Belastungen.“

Das Interesse an den Rundgängen ist riesig

Martin Walter, ehemals Leiter des Stadtbauamts, hatte fest vor, auch im Herbst wieder Führungen zu den Bunkern im Wald anzubieten. „Mir macht das viel Spaß“, sagt der Geretsrieder. Leider sei das aber in diesem Jahr aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich. „Im Frühjahr, wenn der Schnee weg ist, will ich wieder Führungen anbieten.“ Walter schätzt, dass er in Summe zehn Rundgänge angeboten hat – und das Interesse war riesig. „Einmal habe ich 136 Teilnehmer gezählt.“

Es gilt, Geschichte mit Leben zu erfüllen

Der Stadt ist daran gelegen, das Angebot aufrecht zu erhalten. „Doch dazu braucht es engagierte Stadtführer“, ergänzt Pressereferent Loibl. Um die zu finden, habe das Rathaus sogar mehrere Aufrufe gestartet – leider erfolglos. Wer sich vorstellen kann, Hiesigen wie Auswärtigen Geretsried zu zeigen, müsse gewisse Voraussetzungen mitbringen: „Interesse an einem speziellen Themengebiet, wie zum Beispiel Kunstgeschichte, Architektur, Geologie, Natur oder Geschichte“, zählt Loibl auf. „Und die Lust, diese Bereiche mit Leben zu füllen.“

Es gibt keine ausgearbeiteten Unterlagen

Leider könne die Stadt keine ausgearbeiteten Unterlagen zur Verfügung stellen. Das erfordere viel Eigeninitiative, Engagement sowie Organisationstalent. Neben der Themenauswahl liege auch die Planung und Durchführung der Termine in den Händen des Stadtführers. „Darüber hinaus sollte er wertschätzend, herzlich und gleichzeitig sachlich sein“, sagt Loibl. Politische und persönliche Meinungen dürften keine Rolle spielen. Und ein Stadtführer sollte sich gut und verständlich präsentieren können – also kein Problem damit haben, vor einem größeren Personenkreis zu sprechen. Wer an einer Stadtführung teilnimmt, bezahlt einen kleinen Obolus in Höhe von fünf Euro. Dieses Geld geht direkt an den Stadtführer – abzüglich 20 Prozent, die in die Vermarktung fließen.

Bei Interesse bitte die Stadt kontaktieren

Wer sich vorstellen kann, Stadtführer zu werden, meldet sich im Rathaus bei Ilka Dietrich-Naumann, zuständig für Tourismus und Stadtmarketing, unter Telefon 0 81 71/62 98 87 oder per E-Mail an ilka.dietrich-naumann@geretsried.de. 

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