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Bebauungsplan beschlossen

Stein: Weg ist frei für 98 neue Wohnungen

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Geretsried – In seiner Jahresabschlusssitzung hat der Stadtrat den geänderten Bebauungsplan für den Geretsrieder Stadtteil Stein zur Satzung beschlossen. Damit ist der Weg frei für den Bau von fast 100 Wohnungen.

Das etwa 8600 Quadratmeter große Grundstück am Steiner Ring 30 bis 36 gehörte früher dem Freistaat. Er hat es 2014 an das börsennotierte Familienunternehmen GIEAG verkauft – „meistbietend und nicht unbedingt sozial“, wie Bauamtsleiter Jochen Sternkopf in der Sitzung anmerkte. Nach dem Kauf lagen die Pläne auf Eis. Zuletzt präsentierte das Unternehmen der Stadt einen alternativen Vorschlag für eine soziale Nutzung. Die wurde vom Haupt- und Finanzausschuss abgelehnt, erklärte Sternkopf.

Auf dem Grundstück sollen nun vier Mehrfamilienhäuser mit 98 Wohnungen entstehen. Ein Drittel davon muss im geförderten Wohnungsbau errichtet werden. So hat es die Stadt dem Investor zur Auflage gemacht. Drei Häuser werden viergeschossig. Das vierte wird fünfgeschossig; darin werden die Sozialwohnungen untergebracht. Unter der Wohnanlage entsteht eine Tiefgarage mit 124 Stellplätze. Weitere 22 werden entlang des Steiner Rings abgelöst.

Zwiespältige Meinungen zur Parkplatzsituation

Auf Nachfrage von Freie-Wähler-Sprecher Robert Lug erklärte Sternkopf, dass es schwerlich möglich gewesen wäre, alle erforderlichen Stellplätze auf dem Grundstück unterzubringen. Die Parkplätze entlang der Straße hätten zudem den Vorteil, dass sie öffentlich sind, also von jedermann genutzt werden können. CSU-Fraktionschef Volker Reeh sah die Sache dennoch mit gemischten Gefühlen. „In Stein ist die Parkplatzsituation nicht so rosig“, sagte er. Andererseits wolle man sozialverträglich bauen. Deshalb habe man auch im Stadtzentrum den Stellplatzschlüssel zurückgedreht. „Generell ist es aber nicht positiv, wenn Stellplätze abgelöst werden“, sagte Reeh. „Immer sollten wir das nicht machen.“

SPD-Stadtrat Walter Büttner widersprach seinem Vorredner. „Im Vergleich zum Johannisplatz ist die Parkplatzsituation in Stein göttlich“, urteilt er. CSU-Bürgermeister Michael Müller, der am Johannisplatz wohnt, konnte dem nur beipflichten.  

sas

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