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Mit Saxofon und Stimme: Stephanie Lottermoser gibt am Freitag ein Konzert im Hinterhalt. 

Am Freitag Konzert im Hinterhalt

Stephanie Lottermoser kommt nach Hause

Geretsried - Die gebürtige Wolfratshauserin Stephanie Lottermoser startet richtig durch: Der Erfolg ihres neues Album „This time“ ist gigantisch. Ihre Entscheidung für die Musik empfindet die Saxofonistin als „großes Glück“. 

Gelting Sie ist in Wolfratshausen und Neufahrn aufgewachsen, hat als Geretsrieder Gymnasiastin in der Big Band von Horia Nicolaescu erste Erfolge gefeiert und erobert aktuell die halbe Welt. Zum vierten Mal kommt Stephanie Lottermoser am Freitag für ein Konzert in den Geltinger Hinterhalt. Im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt sie von den ersten Jahren am Saxophon, den Höhen und Tiefen des Musikgeschäfts, und warum sie ihre Entscheidung für die Musik nie bereut hat.

-Frau Lottermoser, der Presserummel um Ihr soeben veröffentlichtes, viertes Album „This time“ ist gewaltig. Was ist so besonders daran?

Die große Beachtung durch die Medien freut mich sehr. Das aktuelle Album ist vermutlich mein musikalisch stimmigstes. Das liegt zum einen daran, dass ich die Möglichkeit hatte, mit dem großartigen Produzenten Steve Greenwell zu arbeiten, der unter anderem der Produzent von Joss Stone ist. Er hat meinen Liedern durch seine feinfühlige Bearbeitung einen besonderen Schliff gegeben. Und dennoch sind es meine eigenen Lieder geblieben. Außerdem habe ich diesmal eine größere und professionelle Plattenfirma sowie PR-Agenturen eingebunden.

-Das Saxophon ist in der Musikwelt ein fast ausschließlich von Männern gespieltes Instrument. Welche Vorbilder hat eine junge Frau, die sich wie Sie mit 14 Jahren für das Saxophon entscheidet?

Natürlich sind die Vorbilder überwiegend Männer. Das an sich hat mich nie besonders gestört, auch wenn ich mir oft mehr weibliche Vorbilder gewünscht hätte. Es birgt natürlich gewisse Eigenheiten, als Frau in einem eher männlich dominierten Berufsfeld zu agieren. Ansonsten ist natürlich die berühmte, holländische Alt-Saxofonistin Candy Dulfer für mich eine bewundernswerte und Mut machende Erscheinung im Musik-Geschäft.

-Auf Ihrem aktuellen Album kann man Sie im Vergleich zu den vorherigen Platten auch mehr eigene Lieder singen hören. Müssen Sie sich demnächst zwischen Saxophon und Gesang entscheiden?

Das bin ich vielfach bereits gefragt worden (lacht). Persönlich sehe ich gar keine Notwendigkeit, mich zwischen dem reinen Saxofon-Spiel, der Komposition, dem Gesang oder dem Singer-Songwriting zu entscheiden. Meiner Ansicht nach können diese Schubladen alle geschlossen bleiben, ich lege mich in keine rein.

-Vor gut zehn Jahren haben Sie sich entschlossen, sich beruflich ganz der Musik zu verschreiben. Welche Alternativen standen für Sie noch zur Diskussion?

Von meiner Familie wurde und werde ich bis heute sehr unterstützt, Musik zu machen. Und doch habe ich erst vor ungefähr zehn Jahren für mich beschlossen, die Musik zu meinem Beruf zu machen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits ein Studium in Kulturwissenschaften und Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München abgeschlossen und war zum Thema „Migration und Stadtforschung“ für die Promotion schon fast angemeldet.

-Haben Sie die Entscheidung für die Musik in der Zwischenzeit jemals bereut?

Nein, im Gegenteil. Auch wenn es manchmal sehr anstrengend ist, seine eigene Musik zu komponieren, zu spielen, Texte zu verfassen, selber zu singen, selber Produzenten zu suchen, Konzerte zu planen und zu spielen und überhaupt die eigene Agentin zu sein. Meine Entscheidung für die Musik bedeutet das Glück, Menschen zu berühren – und eine wohl fast grenzenlose persönliche Freiheit. 

Unter dem Titel „This Time“ spielt Stephanie Lottermoser am Freitag, 16. März, ab 20.30 Uhr in der Geltinger Kulturbühne Hinterhalt. Karten im Vorverkauf gibt es zum Preis von 17 Euro (zuzüglich ein Euro Gebühr) bei Bücher Ulbrich und Sport Utzinger in Geretsried, im Gummibärchenladen in Wolfratshausen sowie per E-Mail an info@hinterhalt.de. An der Abendkasse kosten die Tickets 19 Euro.

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